
Dem im vergangenen Jahr in Berlin festgenommenen Mann werden insgesamt 17 Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Zeitraum von 2015 bis 2020 vorgeworfen. Er habe im Mitiga-Gefängnis bei Tripolis für ein Klima des Terrors gesorgt und sei laut der Aussagen von Zeugen der "schlimmste Folterer" gewesen, sagte die Anklägerin des Strafgerichtshofs, Khan, bei einer Anhörung in Den Haag.
Der heute 47-jährige äußerte sich bislang nicht zu den Anschuldigungen. Die Richter müssen nun prüfen, ob die vorgelegten Beweise für die Eröffnung eines Hauptverfahrens ausreichen. Es ist der erste Fall zu Verbrechen in Libyen, der vor dem Internationalen Strafgerichtshof verhandelt wird.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
