
Fachgesellschaften für Mutter-Kind-Gesundheit haben erstmals eine entsprechendeLeitlinie mit der höchsten wissenschaftlich-medizinischen Qualitätsstufe S3 veröffentlicht. Darin wird ferner dazu geraten, die Stilldauer bis in den zwölften Monat fortzuführen, zusätzlich dann zur Gabe von Flaschennahrung, Beikost und Flüssigkeiten. Das mindere Beobachtungsstudien zufolge das Risiko etwa für Asthma oder Mittelohrentzündungen und schütze vor chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Mütter profitierten durch ein reduziertes Brustkrebsrisiko. Zugleich warnen die Fachgesellschaften vor Stigmatisierung von Müttern, die von den Empfehlungen abwichen. Die Leitlinie habe keine verpflichtende Wirkung.
Bisher lautete in Deutschland die Handlungsempfehlung, lediglich in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich zu stillen.
Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
