Tagung in Busan
Lemke spricht sich für Vertrag gegen Meeres-Vermüllung aus

Bundesumweltministerin Lemke setzt auf ein weltweites Plastikabkommen gegen die wachsende Vermüllung von Meeren und Landschaften.

    Die grüne Bundesumweltministerin Steffi Lemke
    Die grüne Bundesumweltministerin Lemke (picture alliance / epd-bild / Christian Ditsch)
    Dafür brauche man konkrete Ziele und eine wirksame Überprüfung, erklärte die Grünen-Politikerin in Berlin. In der südkoreanischen Stadt Busan handeln Delegierte aus mehr als 170 Staaten eine Woche lang die letzten Details eines Abkommens aus, das die wachsende Plastikverschmutzung in den Meeren und an Land mit verbindlichen Vorgaben aufhalten soll. Nach wie vor gibt es jedoch etliche offene Streitfragen. Ein zentraler Punkt betrifft die Plastikproduktion: Während die Europäische Union verbindliche Obergrenzen fordert, lehnen Staaten wie China und Saudi-Arabien dies ab und fordern stattdessen einen Fokus des Abkommens auf die Frage nach effizienter Abfallwirtschaft. Global werden laut den Vereinten Nationen jährlich knapp 400 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert. In Deutschland fallen nach Informationen des Bundesumweltamts knapp 6 Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen an.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.