Der Hamburger Jungunternehmer Stephan Wrage will mit gigantischen Lenkdrachen Tanker und Containerschiffe beschleunigen, und dabei kräftig Treibstoff sparen. Mit mehreren hundert Meter langen Kunststoffseilen werden die Segel vor Öltanker und Frachtschiffe gespannt. Eine automatische Steuereinheit positioniert den Drachen am Wind. Das Segel unterstützt die Dieselmotoren der Schiffe. Durch den Einsatz dieser Technik lassen sich enorme Einsparungen erzielen, hat der Wirtschaftsingenieur in Modellrechnungen herausgefunden.
"Zum Beispiel für ein 80 Meter Küstenmotorschiff, das normalerweise 1260 Tonnen pro Jahr verbraucht, hier könnte man 542 Tonnen oder 43 Prozent sparen, das sind ungefähr 136 000 Euro pro Jahr, bei einem großen Schiff, einem 280 Meter Öltanker sieht das etwas anders aus. So ein großer Öltanker verbraucht 21 000 Tonnen pro Jahr, hier wäre die Ersparnis etwa 21 Prozent, also 4300 Tonnen ungefähr oder 560 000 Euro."
Der Nutzen für die Umwelt wäre gigantisch. 98 Prozent des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Die 88 000 Gewerbeschiffe weltweit blasen jährlich genauso viel Umweltschadstoffe in die Atmosphäre wie die gesamte USA, sagt Wrage. Die neue IMO-Regelung, die Regelung der Internationalen Maritimen Organisation, die im Mai in Kraft getreten ist, kommt dem Unternehmer und seiner Idee zugute. Da die Dreckschleudern auf See nicht mehr so viel Schwefel und Stickoxide ausstoßen dürfen, sind die Reeder auf der Suche nach Möglichkeiten, die Belastungen der Umwelt zu verringern. Außerdem versuchen die Schiffseigner allein schon wegen der explodierenden Ölpreise Treibstoff zu sparen.
"Das ist sicher einer der Hauptfaktoren, dass wir schon vor vier oder fünf Jahren auf eine ressourceneffiziente Technologie gesetzt haben, denn es ist ja abersehbar, dass der Ölpreis stetig stiegt und das ist einer der Hauptauftriebfaktoren, den wir hier haben, der hohe Ölpreis. Wobei unsere Technologie auch bei einem Barrel-Preis von 20 Dollar noch lukrativ ist für die Reeder, wir haben nach unten relativ viel Luft. Es lohnt sich auch zu Ölpreisen, wie wir sie vor vier oder fünf Jahren hatten. "
Die Lenkdrachen, die der Hamburger Unternehmer für die Tanker und Frachtschiffe entwickelt, sollen zwischen 300 und 2500 Quadratmeter groß sein. Die großen Segel werden erst 2009 oder 2010 zur Verfügung stehen, die kleineren Lenkdrachen sollen aber schon in den beiden kommenden Jahren auf verschiedenen Schiffen montiert sein.
"Die Technik ist ausprobiert auf verschiedenen Versuchsträgern. Aktuell testen wir auf der Ostsee mit einem 15 Meter Schiff, was ungefähr 20 Tonnen wiegt und mit einem 40 Quadratmeter-Drachen sehr gut funktioniert .Wir testen dieses Schiff seit Januar, davor die Prototypen seit 2002. Das Ergebnis ist so, dass wir sagen, wir können nächstes Jahr mit ersten Pilotsystemen in den Yachtmarkt einsteigen, das heißt wir werden nächstes Jahr zwei oder drei Superyachten ausrüsten und 2007 das erste Frachtschiff."
Das Interesse bei den Reedern ist so groß, dass der Jungunternehmer händeringend Maschinebau und Elektroingenieure sucht, um die Entwicklungen schneller voranzutreiben. Seinem System hat er den Namen SkySail , Himmelssegel, gegeben.
"Was wir auch herausgefunden haben, das ist sicher interessant, ist, dass eine Kilowattstunde Motorleistung mit einem Sky Sail System nur zwei bis drei Cent kostet während sie mit einem normalen Dieselmotor zwischen sieben und 14 Cent kostet. Windkraft ist immer die günstigste Energiequelle auf hoher See und das ist auch der Reiz des Systems. "
Wenn die ersten Lenkdrachen in den nächsten Jahren auf Schiffen installiert sind, wird sich das neue System schnell herumsprechen, ist Wrage überzeugt.
" Das wird relativ schnell gehen, wenn wir nach unseren heutigen Reaktionen urteilen, die wir von unseren Kunden kriegen. Es ist ganz klar für den Reeder: Wind ist billiger als Öl und insofern hat er einen sehr hohen Anreiz, hier zu investieren."
"Zum Beispiel für ein 80 Meter Küstenmotorschiff, das normalerweise 1260 Tonnen pro Jahr verbraucht, hier könnte man 542 Tonnen oder 43 Prozent sparen, das sind ungefähr 136 000 Euro pro Jahr, bei einem großen Schiff, einem 280 Meter Öltanker sieht das etwas anders aus. So ein großer Öltanker verbraucht 21 000 Tonnen pro Jahr, hier wäre die Ersparnis etwa 21 Prozent, also 4300 Tonnen ungefähr oder 560 000 Euro."
Der Nutzen für die Umwelt wäre gigantisch. 98 Prozent des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Die 88 000 Gewerbeschiffe weltweit blasen jährlich genauso viel Umweltschadstoffe in die Atmosphäre wie die gesamte USA, sagt Wrage. Die neue IMO-Regelung, die Regelung der Internationalen Maritimen Organisation, die im Mai in Kraft getreten ist, kommt dem Unternehmer und seiner Idee zugute. Da die Dreckschleudern auf See nicht mehr so viel Schwefel und Stickoxide ausstoßen dürfen, sind die Reeder auf der Suche nach Möglichkeiten, die Belastungen der Umwelt zu verringern. Außerdem versuchen die Schiffseigner allein schon wegen der explodierenden Ölpreise Treibstoff zu sparen.
"Das ist sicher einer der Hauptfaktoren, dass wir schon vor vier oder fünf Jahren auf eine ressourceneffiziente Technologie gesetzt haben, denn es ist ja abersehbar, dass der Ölpreis stetig stiegt und das ist einer der Hauptauftriebfaktoren, den wir hier haben, der hohe Ölpreis. Wobei unsere Technologie auch bei einem Barrel-Preis von 20 Dollar noch lukrativ ist für die Reeder, wir haben nach unten relativ viel Luft. Es lohnt sich auch zu Ölpreisen, wie wir sie vor vier oder fünf Jahren hatten. "
Die Lenkdrachen, die der Hamburger Unternehmer für die Tanker und Frachtschiffe entwickelt, sollen zwischen 300 und 2500 Quadratmeter groß sein. Die großen Segel werden erst 2009 oder 2010 zur Verfügung stehen, die kleineren Lenkdrachen sollen aber schon in den beiden kommenden Jahren auf verschiedenen Schiffen montiert sein.
"Die Technik ist ausprobiert auf verschiedenen Versuchsträgern. Aktuell testen wir auf der Ostsee mit einem 15 Meter Schiff, was ungefähr 20 Tonnen wiegt und mit einem 40 Quadratmeter-Drachen sehr gut funktioniert .Wir testen dieses Schiff seit Januar, davor die Prototypen seit 2002. Das Ergebnis ist so, dass wir sagen, wir können nächstes Jahr mit ersten Pilotsystemen in den Yachtmarkt einsteigen, das heißt wir werden nächstes Jahr zwei oder drei Superyachten ausrüsten und 2007 das erste Frachtschiff."
Das Interesse bei den Reedern ist so groß, dass der Jungunternehmer händeringend Maschinebau und Elektroingenieure sucht, um die Entwicklungen schneller voranzutreiben. Seinem System hat er den Namen SkySail , Himmelssegel, gegeben.
"Was wir auch herausgefunden haben, das ist sicher interessant, ist, dass eine Kilowattstunde Motorleistung mit einem Sky Sail System nur zwei bis drei Cent kostet während sie mit einem normalen Dieselmotor zwischen sieben und 14 Cent kostet. Windkraft ist immer die günstigste Energiequelle auf hoher See und das ist auch der Reiz des Systems. "
Wenn die ersten Lenkdrachen in den nächsten Jahren auf Schiffen installiert sind, wird sich das neue System schnell herumsprechen, ist Wrage überzeugt.
" Das wird relativ schnell gehen, wenn wir nach unseren heutigen Reaktionen urteilen, die wir von unseren Kunden kriegen. Es ist ganz klar für den Reeder: Wind ist billiger als Öl und insofern hat er einen sehr hohen Anreiz, hier zu investieren."