Rom
Leo XIV. leitet erstmals Karfreitags-Prozession

Papst Leo XIV. hat am Karfreitag zum ersten Mal den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet. Dabei trug der Pontifex das Kreuz selbst durch das fackelerleuchtete Amphitheater. Sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) hatte darauf verzichtet.

    Der Papst auf einem Gang im Kolosseum.
    Papst Leo XIV. nimmt an der Via Crucis, dem Karfreitags-Kreuzweg, am Kolosseum teil. (Alessandra Tarantino / AP / dpa / Alessandra Tarantino)
    Mit der Prozession am Kolosseum im Beisein Zehntausender Menschen wird an Jesu Leidensweg auf den Berg Golgotha in Jerusalem erinnert, wo er der Überlieferung nach dann hingerichtet wurde. An den verschiedenen Stationen wurden im Beisein des Papstes Botschaften verlesen. Die Meditationstexte thematisierten menschliches Leid; gebetet wurde auch für deportierte Kinder und politische Gefangene. Mit Blick auf die heutigen Kriege hieß es in einem der Texte, jede Obrigkeit werde eines Tages vor Gott Rechenschaft ablegen müssen, wie sie die ihr verliehene Macht ausgeübt habe. Konkrete Namen nannten die Texte aber nicht.
    Für den ersten US-Amerikaner an der Spitze von 1,4 Milliarden Katholiken weltweit ist es das erste Osterfest im neuen Amt. Am Sonntag wird Papst Leo auf dem Petersplatz den traditionellen Segen Urbi et Orbi - Der Stadt und dem Erdkreis - spenden. An Ostern wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert.
    Diese Nachricht wurde am 03.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.