Rom
Leo XIV. leitet erstmals Karfreitags-Prozession

Papst Leo hat am Karfreitag zum ersten Mal den traditionellen Kreuzweg am Kolosseum in Rom geleitet.

    Der Papst auf einem Gang im Kolosseum.
    Papst Leo XIV. nimmt an der Via Crucis, dem Karfreitags-Kreuzweg, am Kolosseum teil. (Alessandra Tarantino / AP / dpa / Alessandra Tarantino)
    Das Kreuz trug er selbst durch das fackelerleuchtete Amphitheater. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ein Papst das Kreuz an allen Stationen trug. Die Meditationstexte thematisierten menschliches Leid. Gebetet wurde auch für deportierte Kinder und politische Gefangene. Mit Blick auf die heutigen Kriege hieß es, jede Obrigkeit werde eines Tages vor Gott Rechenschaft ablegen müssen, wie sie die ihr verliehene Macht ausgeübt habe. Mit der Prozession am Kolosseum wird an den Leidensweg Jesu auf den Berg Golgotha in Jerusalem erinnert, wo er der Überlieferung nach hingerichtet wurde.
    Am Ostersonntag wird der Papst vor Zehntausenden auf dem Petersplatz den traditionellen Segen Urbi et Orbi - Der Stadt und dem Erdkreis - spenden.
    Diese Nachricht wurde am 04.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.