Nach Drohnen-Vorfällen
Lettische Regierungschefin Silina kündigt Rücktritt an

In Lettland ist die Regierungskoalition zerbrochen. Ministerpräsidentin Silina kündigte ihren Rücktritt an. Die Entscheidung folgt auf die wiederholte Verletzung des lettischen Luftraums durch Drohnen.

    Lettlands Ministerpräsidentin Evika Silina
    Lettlands Ministerpräsidentin Evika Silina tritt zurück. (picture alliance / Associated Press / Petros Karadjias)
    Die Regierungschefin hatte zuvor Verteidigungsminister Spruds zum Rücktritt genötigt, weil er ihrer Ansicht nach nicht in der Lage war, den lettischen Luftraum zu schützen. Seinen Posten wollte Silina mit einem Militäroberst besetzen - und nicht mehr mit einem Vertreter ihres Koalitionspartners. Spruds' Progressive Partei verließ daraufhin die Regierungskoalition. Damit verfügte das seit 2023 regierende Bündnis über keine Mehrheit mehr.
    In Lettland waren vor einer Woche zwei Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingeflogen waren. Die Steuerung der verirrten ukrainischen Drohnen war mutmaßlich durch die russische Luftabwehr gestört worden. Eine der Drohnen traf ein Öllager im Osten Lettlands, das Feuer fing.
    Zuvor hatte es bereits ähnliche Zwischenfälle gegeben.
    Diese Nachricht wurde am 14.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.