Nahost
Libanesischer Bürgermeister dementiert Wunsch nach Anschluss an Israel

Aus dem Libanon gibt es Widerspruch gegen eine Aussage des israelischen Regierungschefs Netanjahu, wonach sich mehrere christliche Dörfer eine Angliederung an Israel wünschten.

    Nach einem Raketenangriff steigt Rauch am Horizont einer ländlichen Gegend auf, im Vordergrund ist ein zerstörtes Haus zu sehen.
    Auch christliche Dörfer im Südlibanon stehen immer wieder unter Beschuss - doch eine von Israels Premier Netanjahu ins Spiel gebrachte Annexion wünschen sie sich laut eigenen Aussagen nicht. (picture alliance / AP/ Ariel Schalit)
    Kein Dorf im Süden habe einen solchen Antrag gestellt, erklärte der Bürgermeister eines betroffenen Dorfs laut libanesischen Medienberichten. Eine israelische Annektierung der christlichen libanesischen Dörfer in Grenznähe sei undenkbar. 15 weitere Dörfer hätten sich in einer gemeinsamen Erklärung ähnlich geäußert.
    Netanjahu hatte im US-Fernsehsender Fox News behauptet, mehrere christliche Dörfer hätten um einen Übertritt nach Israel gebeten, um Schutz vor der Hisbollah zu erhalten. Israel kümmere sich um seine Freunde und schütze Christen in Nahost, sagte Netanjahu.
    Trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe greift Israel immer wieder Stellungen der pro-iranischen Miliz im nördlichen Nachbarland an.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.