
Das nordafrikanische Land erkannte die Befugnisse des Gerichtshofs für den Zeitraum zwischen 2011 und 2027 an, wie Chefankläger Khan vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York mitteilte. Libyen ist kein Unterzeichnerstaat des Römischen Statuts, also der Vertragsgrundlage des Gerichtshofs. Khan kündigte an, die Ermittlungen würden unter anderem den libyschen Gefangenenlagern gelten. Diese seien eine Black Box des Leids, die niemand bislang öffnen wolle, sagte er. Khan forderte die Festnahme des libyschen Polizeichefs Nadschim, dem als ehemaligem Leiter des Mitiga-Gefängnisses in Tripolis Mord, Vergewaltigung und Folter vorgeworfen werden.
In Libyen war 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Regierung in Tripolis im Westen ringt um die Macht mit einer Gegenregierung im Osten. Diese wird vom dort ansässigen Parlament und dem General Haftar unterstützt.
Diese Nachricht wurde am 16.05.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.