Gleich bei der Autobahnabfahrt Bellinzona Süd, an der Hauptstrasse Richtung Locarno liegt der heruntergekommene Rest des Restaurants Passegeri. Der Feldweg hierhin heißt "Ai Campisc". Bagger kratzen den Humus weg, Kieslaster bringen ihre Ladung. Alptransit Sprecher David Iselin stiefelt über den Bauplatz.
Die Tunnelbohrmaschine werde in Sigirino installiert, sagt Iselin. Das ist in der Mitte der künftigen Tunnelstrecke; 2300 Meter tief im Berg wird hier eine Kaverne ausgebrochen. Erst dort beginnt der eigentliche Vortrieb.
"Eine Bohrmaschine arbeite sich bis zum Südportal vor", erklärt Iselin. Richtung Nord müssten sich die Mineure mit dem langsameren Sprengvortrieb vorarbeiten. Denn die Geologie ist schlechter als erwartet.
Ein paar Tage später ist es still am Bauplatz. Die Staubwolken sind weg. Ein roter Teppich bedeckt den schmutzigen Boden; 350 Gäste feiern die Grundsteinlegung. Der Tessiner Staatsrat Marco Borradori erinnert an die ersten Studien in den 70er Jahren, die dem Bau der neuen Alpentransversalen vorangegangen sind.
Zwanzig Jahre Diskussionen, Studien, Analysen habe es gebraucht, bis die Schweiz über die neue Alpenbahn entschied. Fast zwei Generationen lang.
Aber weil der Alpen querende Lastwagenverkehr immer weiter wuchs, entstand der Wille, dem Einhalt zu gebieten mit der Neuen Eisenbahn Alpen-Transervsalen. 15 Kilometer lang wird der Ceneri- Basistunnel werden, 1,5 Milliarden Euro soll er kosten. Max Friedli ist Direktor des Bundesamts für Verkehr.
"Mit diesem Bau des Ceneri wird eigentlich der Gotthard erst vollendet. Wir haben dann eine durchgehende Flachbahn durch die Alpen im Zentrum der Schweiz."
Eine Flachbahn durch Gotthard und Ceneri, die Steigungen aufweisen wird von höchstens 12.5 Promille. Ein Basistunnel ersetzt die alte Bergstrecke nicht nur am Gotthard sondern auch am Ceneri.
"Es braucht dann nicht mehr zwei Lokomotiven wie heute um die Güterzüge weiter nach Süden zu transportieren und das ist ein ganz erheblicher Produktivitätsfortschritt für die Bahn."
Heute können Güterzüge am Ceneri mit 1600 Tonnen Anhängelast verkehren. Mit der neuen Alpentransversalen werden es 4000 Tonnen sein und das mit 160 Stundenkilometern. Die Bahn wird schneller und billiger, so soll der Gütertransport verlagert werden von der Strasse auf die Schiene.
Verkehrsverlagerung, Flachbahn, Geologie, Tunnelsicherheit: Um Begriffe wie diese geht in der Schweiz der politische Streit. Vor allem aber geht's ums Geld. Die Feinde des Ceneri seien jene, die schon den Gotthard-Basistunnel verfluchten, sagt Bundespräsident Moritz Leuenberger, und verteidigt die Alpenbahnvision gegen jene, die sie Stück für Stück zerfleddern wollen.
"Die Alpentransversale setzt sich aus dem Gotthard-Basistunnel und dem Ceneri-Basistunnel zusammen. Für eine Flachbahn ist dieser Ceneri-Basistunnel absolut notwendig. Ohne ihn bliebe der Gotthard ein Gotthard interruptus. Also eine traurige Geschichte, die ihren ursprünglichen Zweck gar nicht mehr erfüllen könnte."
Die Tunnelbohrmaschine werde in Sigirino installiert, sagt Iselin. Das ist in der Mitte der künftigen Tunnelstrecke; 2300 Meter tief im Berg wird hier eine Kaverne ausgebrochen. Erst dort beginnt der eigentliche Vortrieb.
"Eine Bohrmaschine arbeite sich bis zum Südportal vor", erklärt Iselin. Richtung Nord müssten sich die Mineure mit dem langsameren Sprengvortrieb vorarbeiten. Denn die Geologie ist schlechter als erwartet.
Ein paar Tage später ist es still am Bauplatz. Die Staubwolken sind weg. Ein roter Teppich bedeckt den schmutzigen Boden; 350 Gäste feiern die Grundsteinlegung. Der Tessiner Staatsrat Marco Borradori erinnert an die ersten Studien in den 70er Jahren, die dem Bau der neuen Alpentransversalen vorangegangen sind.
Zwanzig Jahre Diskussionen, Studien, Analysen habe es gebraucht, bis die Schweiz über die neue Alpenbahn entschied. Fast zwei Generationen lang.
Aber weil der Alpen querende Lastwagenverkehr immer weiter wuchs, entstand der Wille, dem Einhalt zu gebieten mit der Neuen Eisenbahn Alpen-Transervsalen. 15 Kilometer lang wird der Ceneri- Basistunnel werden, 1,5 Milliarden Euro soll er kosten. Max Friedli ist Direktor des Bundesamts für Verkehr.
"Mit diesem Bau des Ceneri wird eigentlich der Gotthard erst vollendet. Wir haben dann eine durchgehende Flachbahn durch die Alpen im Zentrum der Schweiz."
Eine Flachbahn durch Gotthard und Ceneri, die Steigungen aufweisen wird von höchstens 12.5 Promille. Ein Basistunnel ersetzt die alte Bergstrecke nicht nur am Gotthard sondern auch am Ceneri.
"Es braucht dann nicht mehr zwei Lokomotiven wie heute um die Güterzüge weiter nach Süden zu transportieren und das ist ein ganz erheblicher Produktivitätsfortschritt für die Bahn."
Heute können Güterzüge am Ceneri mit 1600 Tonnen Anhängelast verkehren. Mit der neuen Alpentransversalen werden es 4000 Tonnen sein und das mit 160 Stundenkilometern. Die Bahn wird schneller und billiger, so soll der Gütertransport verlagert werden von der Strasse auf die Schiene.
Verkehrsverlagerung, Flachbahn, Geologie, Tunnelsicherheit: Um Begriffe wie diese geht in der Schweiz der politische Streit. Vor allem aber geht's ums Geld. Die Feinde des Ceneri seien jene, die schon den Gotthard-Basistunnel verfluchten, sagt Bundespräsident Moritz Leuenberger, und verteidigt die Alpenbahnvision gegen jene, die sie Stück für Stück zerfleddern wollen.
"Die Alpentransversale setzt sich aus dem Gotthard-Basistunnel und dem Ceneri-Basistunnel zusammen. Für eine Flachbahn ist dieser Ceneri-Basistunnel absolut notwendig. Ohne ihn bliebe der Gotthard ein Gotthard interruptus. Also eine traurige Geschichte, die ihren ursprünglichen Zweck gar nicht mehr erfüllen könnte."