Jürgen Gallmann: Das Thema der IT-Sicherheit ist nicht nur ein Problem der Hersteller und deren Anwender, sondern es betrifft die gesamte Gesellschaft. Wenn wir die IT-Sicherheit auch als Chance sehen und nutzen möchten, um damit auch Wachstum und Beschäftigung zu gewinnen, dann müssen wir dafür sorgen, dass unsere Anwender aufgeklärt werden, dass wir eine Hilfestellung geben, wie sie Vertrauen in die Technologie und in die Nutzung des Internets aufbauen können.
Manfred Kloiber: Mit welchen konkreten Schritten wollen Sie das Vertrauen und das Wissen der Anwender fördern?
Jürgen Gallmann: Bei "Deutschland sicher im Netz" handelt es sich um eine 18monatige Kampagne, die wir gemeinsam mit vielen Partnern unternehmen. Wir wären alleine dazu nicht in der Lage. Es geht im Kern darum, dass wir in Form von Handelsversprechen, die die einzelnen Partner abgeben, dokumentieren, welche Hilfe wir geben möchten. Wir werden uns daran messen lassen im nächsten Jahr, wenn wir uns zu einem Bilanzgipfel treffen. Was Microsoft angeht, so werden wir einen Sicherheitscheck anbieten. Damit wird geprüft, ob die Benutzer wirklich alle Mechanismen zur Sicherheit aktiviert haben oder ob Lücken bestehen. Andere Angebote sind etwa ein so genannte IT-Sicherheitsbarometer, das für alle ersichtlich anzeigen soll, welche aktuellen Gefahren bestehen. Andere Versprechen wenden sich an kleine und mittelständische Unternehmen, denen wir Maßnahmen anbieten wollen, damit sie IT-Sicherheit nicht als Bremsklotz, sondern als Chance sehen. Auf der anderen Seite wollen wir auch, dass Kinder und Jugendliche wissen, welche Risiken das Thema Internet mit sich bringt. Dazu gehört auch Medienkompetenz, die wir auf einem eigenen Portal behandeln. Ein anderes großes Feld ist der Online-Handel. Dabei sind wir in Deutschland absolute Spitze: in 2004 sind mehr als 200 Milliarden Transaktionen über das Internet abgewickelt worden. Wir möchten das Vertrauen in diese Möglichkeit weiter stärken. Ebay wird dazu ein Versprechen abgeben, wie der Online-Handel sicherer gemacht werden kann.
Manfred Kloiber: Die größte "Krake" im Internet ist nach wie vor das Email-Spamming mit unerwünschter Werbepost. Aber hinsichtlich technischer Ansätze zur Bewältigung des Problems gibt es in der jüngsten Vergangenheit kaum eine Entwicklung. Wie wird Microsoft sich hier zukünftig einbringen?
Jürgen Gallmann: Microsoft alleine kann die Welt nicht bewegen. Wir benötigen da sicherlich die Unterstützung der anderen Beteiligten dazu. Aber wir beschäftigen uns mit dem Problem und haben auch bereits verschiedene Ansätze dazu eingeleitet. Viel schlimmer aber ist das Problem "Anti-Spy". Die Problematik heute ist einfach, dass Ihnen bei Online-Transaktionen laufend irgendwelche Dinge in den Rechner eingepflanzt werden, wovon Sie aber nichts wissen. Solche Spionageprogramme können möglicherweise ihre Bankgeschäft ausspähen und wichtige Informationen entführen. Dazu haben wir Vorkehrungen getroffen und da werden konkrete Produktangebote von uns kommen, weil wir das als sehr wichtig ansehen. Fakt ist jedenfalls, dass das Thema IT-Sicherheit eine Herausforderung für unsere Branche, aber auch für die gesamte Gesellschaft ist. Wir werden unseren Teil dazu beitragen und dafür sorgen, dass unsere Produkte den Anforderungen genügen, die auf uns zukommen. Man muss einfach auch sehen, dass diese Entwicklungen uns an der einen oder anderen Stelle überrascht haben. Aber das Bewusstsein steigt, dass die aufgetretenen Probleme gezeigt haben, dass dabei die ganze Gesellschaft großen Schaden nehmen kann.
Bild Gallmann
Manfred Kloiber: Mit welchen konkreten Schritten wollen Sie das Vertrauen und das Wissen der Anwender fördern?
Jürgen Gallmann: Bei "Deutschland sicher im Netz" handelt es sich um eine 18monatige Kampagne, die wir gemeinsam mit vielen Partnern unternehmen. Wir wären alleine dazu nicht in der Lage. Es geht im Kern darum, dass wir in Form von Handelsversprechen, die die einzelnen Partner abgeben, dokumentieren, welche Hilfe wir geben möchten. Wir werden uns daran messen lassen im nächsten Jahr, wenn wir uns zu einem Bilanzgipfel treffen. Was Microsoft angeht, so werden wir einen Sicherheitscheck anbieten. Damit wird geprüft, ob die Benutzer wirklich alle Mechanismen zur Sicherheit aktiviert haben oder ob Lücken bestehen. Andere Angebote sind etwa ein so genannte IT-Sicherheitsbarometer, das für alle ersichtlich anzeigen soll, welche aktuellen Gefahren bestehen. Andere Versprechen wenden sich an kleine und mittelständische Unternehmen, denen wir Maßnahmen anbieten wollen, damit sie IT-Sicherheit nicht als Bremsklotz, sondern als Chance sehen. Auf der anderen Seite wollen wir auch, dass Kinder und Jugendliche wissen, welche Risiken das Thema Internet mit sich bringt. Dazu gehört auch Medienkompetenz, die wir auf einem eigenen Portal behandeln. Ein anderes großes Feld ist der Online-Handel. Dabei sind wir in Deutschland absolute Spitze: in 2004 sind mehr als 200 Milliarden Transaktionen über das Internet abgewickelt worden. Wir möchten das Vertrauen in diese Möglichkeit weiter stärken. Ebay wird dazu ein Versprechen abgeben, wie der Online-Handel sicherer gemacht werden kann.
Manfred Kloiber: Die größte "Krake" im Internet ist nach wie vor das Email-Spamming mit unerwünschter Werbepost. Aber hinsichtlich technischer Ansätze zur Bewältigung des Problems gibt es in der jüngsten Vergangenheit kaum eine Entwicklung. Wie wird Microsoft sich hier zukünftig einbringen?
Jürgen Gallmann: Microsoft alleine kann die Welt nicht bewegen. Wir benötigen da sicherlich die Unterstützung der anderen Beteiligten dazu. Aber wir beschäftigen uns mit dem Problem und haben auch bereits verschiedene Ansätze dazu eingeleitet. Viel schlimmer aber ist das Problem "Anti-Spy". Die Problematik heute ist einfach, dass Ihnen bei Online-Transaktionen laufend irgendwelche Dinge in den Rechner eingepflanzt werden, wovon Sie aber nichts wissen. Solche Spionageprogramme können möglicherweise ihre Bankgeschäft ausspähen und wichtige Informationen entführen. Dazu haben wir Vorkehrungen getroffen und da werden konkrete Produktangebote von uns kommen, weil wir das als sehr wichtig ansehen. Fakt ist jedenfalls, dass das Thema IT-Sicherheit eine Herausforderung für unsere Branche, aber auch für die gesamte Gesellschaft ist. Wir werden unseren Teil dazu beitragen und dafür sorgen, dass unsere Produkte den Anforderungen genügen, die auf uns zukommen. Man muss einfach auch sehen, dass diese Entwicklungen uns an der einen oder anderen Stelle überrascht haben. Aber das Bewusstsein steigt, dass die aufgetretenen Probleme gezeigt haben, dass dabei die ganze Gesellschaft großen Schaden nehmen kann.
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