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Gebäudeenergiegesetz
Lindner geht erneut auf Distanz zu den Plänen für den Heizungsaustausch - Weil fordert Nachbesserungen

Bundesfinanzminister Lindner ist erneut auf Distanz zum geplanten Gebäudeenergiegesetz und den umstrittenen Regelungen zum Heizungsaustausch gegangen.

04.05.2023
    Zu sehen ist Christian Lindner, FDP-Chef und Bundesminister der Finanzen, auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel in Tegernsee.
    Lindner: Wärmepumpen sind nicht der einzige Weg, und vor allem teuer. (Sven Hoppe / dpa / Sven Hoppe)
    Der jetzige Gesetzentwurf sei kein Konsens der Koalition, sagte er am Rande einer Konferenz am Tegernsee. Es sei der Wunsch im Kabinett gewesen, das Gesetz als Arbeitsentwurf schnell in den Bundestag zu bringen. Er lasse sich deshalb nicht im Einzelnen auf dieses Gesetz verpflichten. Überall Wärmepumpen mit neuer Hausdämmung einzubauen, sei nicht der volkswirtschaftlich effektivste Weg. Dies könne sich vielmehr als ein besonders teurer Weg herausstellen.
    Niedersachsens Ministerpräsident Weil sagte im ZDF, Menschen mit kleinem Geldbeutel dürften nicht überfordert werden. Das Konzept der Bundesregierung berücksichtige dies noch nicht ausreichend.
    Das Gesetz sieht im Kern vor, dass ab dem Jahr 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.