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Liveblog zu Terror in SpanienVier Verdächtige festgenommen

Zu sehen sind Passanten und spanische Polizisten am 18.8.2017 im Urlaubsort Cambrils. (AFP / Jose Jordan)
Spanische Polizisten im Urlaubsort Cambrils (AFP / Jose Jordan)

Nach den Anschlägen in Spanien ist die Zahl der Toten auf 14 gestiegen. Unter den rund 130 Verletzten sind nach offiziellen Angaben auch 13 Deutsche. Es wurden vier Verdächtige festgenommen. Die aktuellen Entwicklungen in Spanien konnten Sie in unserem Liveblog verfolgen.

  • In Barcelona ist Donnerstagnachmittag ein Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren, 13 Menschen wurden getötet. Die Polizei hat vier Verdächtige festgenommen. Der IS reklamiert die Tat für sich. 
  • Wenige Stunden nach der Tat in Barcelona wurden im Badeort Cambrils fünf mutmaßliche Terroristen von der Polizei erschossen. Sie waren ebenfalls mit einem Wagen in eine Menge gefahren, dabei gab es sieben Verletzte. Eine Frau ist inzwischen gestorben.  
  • Unter den rund 130 Verletzten der Anschläge sind 13 Deutsche, einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. 
  • Spaniens Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus, am Mittag gab es in Barcelona eine Schweigeminute.

+++ 17:00 Uhr +++ Wir schließen unser Liveblog zu den Ereignissen in Spanien. Die Kollegen aus der Nachrichtenredaktion halten Sie selbstverständlich auf dlf24.de weiter auf dem Laufenden. 

+++ 16:57 Uhr +++ Die Fußballvereine FC Barcelona und Real Madrid haben vor ihren Trainingseinheiten der Opfer der Anschläge mit einer Schweigeminute gedacht.

+++ 16:48 Uhr +++ Außenminister Gabriel und sein französischer Kollege LeDrian reisen nach Barcelona. Gabriel wolle mit dem Besuch seine Anteilnahme und Solidarität mit den spanischen Freunden und Partnern zum Ausdruck bringen, teilte das Auswärtige Amt mit.

+++ 16.36 Uhr +++ Als Reaktion auf die Anschläge in Spanien wird am Kolosseum in Rom am Freitagabend ab 22 Uhr für eine halbe Stunde die Beleuchtung abgeschaltet. Italiens Kulturminister Franceschini sprach von einem "Zeichen der Solidarität mit der Stadt Barcelona und der Trauer über die Opfer des Terroranschlags".

+++ 16.03 Uhr +++ Ersten Ermittlungen der katalanischen Polizei zufolge haben die Attentäter in Spanien eigentlich einen Anschlag noch größeren Ausmaßes geplant. Nach der Explosion in einem Wohnhaus in der Stadt Alcanar hätten sie aber nicht mehr das Material dafür gehabt. Sie hätten sich gezwungen gesehen, ihre Planungen zu beschleunigen.  

+++ 15.27 Uhr +++ Bundesinnenminister de Maizière spricht nach den Anschlägen in Spanien von einer unverändert hohen Gefährdungslage in Deutschland.

+++ 15.21 Uhr +++ Die Polizei hat weitere Details zu den Festgenommenen bekanntgegeben. Demnach handelt es sich um drei Marokkaner und einen Spanier. Der Fahrer des Lieferwagens in Barcelona sei bislang noch nicht identifiziert.

+++ 15.13 Uhr +++ Keiner der vier Festgenommenen war nach Auskunft der Polizei im Zusammenhang mit Terrorismus auffälig geworden.

+++ 14.56 Uhr +++ Ein Polizeivertreter hat mitgeteilt, dass die Anschläge wohl seit einer gewissen Zeit von Alcanar aus vorbereitet worden seien. In der Stadt südwestlich von Barcelona hatte es am Mittwoch eine Explosion gegeben, bei der ein Mensch getötet wurde. Die Vertreterin der Region Katalonien in Berlin, Kapretz, sagte im Deutschlandfunk, man sei schon unmittelbar nach der Explosion in Alcanar davon ausgegangen, dass es sich nicht um irgendeinen Unfall handle. Daraufhin hätten die Verwaltungen reagiert. (Audio-Link)

+++ 14.24 Uhr +++ Der SPD-Innenpolitiker Castellucci hält die Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden für verbesserungswürdig. Der Bundestagsabgeordnete sagte im Deutschlandfunk, es sei aber schon viel getan worden, um die Behörden zu stärken. Die Zusammenarbeit in Europa sei bereits besser geworden. (Audio-Link)

+++ 13.57 Uhr +++ Bei den Anschlägen von Barcelona und Cambrils sind nach aktuellen Angaben der Rettungskräfte insgesamt 130 Menschen verletzt worden. 17 von ihnen schwebten in Lebensgefahr, 30 weitere seien sehr schwer verletzt. Die Opfer der Attentate stammten aus mindestens 34 Ländern.

+++ 13.43 Uhr +++ Die katalanische Polizei schreibt bei Twitter von einer vierten Festnahme.

+++ 13.35 Uhr +++ Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat den Anschlag von Barcelona verurteilt. "Es gebe in keiner Religion eine Rechtfertigung für solche Taten", sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek. Worte der Verurteilung kamen auch vom deutschen Verband der Islamischen Kulturzentren. Terror verstoße nicht nur gegen Menschenrechte, sondern auch gegen göttliches Recht, hieß es.

+++ 13.16 Uhr +++ Markus Kaim, Experte für Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, weist darauf hin, dass in Spanien auch in den vergangenen Jahren die Terrorgefahr vorhanden gewesen sei. Kaim sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), zwar habe es seit dem großen Anschlag in Madrid im Jahr 2004 kein islamistisches Attentat gegeben. Dass es einzelne Terrorzellen gegeben habe, zeigten unter anderem die Festnahmen in Palma de Mallorca im Juni. 

+++ 12.52 Uhr +++ Der Generalbundesanwalt hat Bundesjustizminister Maas zufolge nach dem Anschlag von Barcelona Ermittlungen eingeleitet. Maas begründete das bei Twitter mit den deutschen Opfern. Nach Auskunft des Auswärtigen Amts wurden 13 Deutsche in Barcelona verletzt, mehrere von ihnen lebensgefährlich.

Auch die Justiz in Frankreich und Belgien nahm Ermittlungen auf. Die Staatsanwaltschaft in Brüssel erklärte, dass ein offizielles Ermittlungsverfahren den Austausch mit den Behörden in Spanien erleichtere.

+++ 12.30 Uhr +++ Die Zahl der Toten nach den Anschlägen in Spanien ist auf 14 gestiegen. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten ist in Cambrils eine verletzte Frau gestorben.

+++ 12.23 Uhr +++ Am Deutschen Bundestag wehen die Fahnen auf Halbmast.

+++ 12.17 Uhr +++ Bundespräsident Steinmeier hat dem spanischen König Felipe VI. kondoliert. "Diese schreckliche Tat und die Ereignisse in Cambrils zeigen einmal mehr die ganze Menschenverachtung und geistige Leere des Terrorismus", schreibt das deutsche Staatsoberhaupt.

+++ 12.10 Uhr +++ Nach der Schweigeminute applaudierten die Menschen im Gedenken an die Opfer minutenlang. Viele riefen dabei immer wieder: "Wir haben keine Angst!"

+++ 12.05 Uhr +++ Mehrere tausend Menschen haben sich in Barcelona auf der Plaça de Catalunya versammelt, um gemeinsam mit König Felipe und Ministerpräsident Rajoy in einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags zu gedenken.

+++ 11.58 Uhr +++ Auf der Plaça de Catalunya in Barcelona beginnt gleich die Schweigeminute für die Opfer des Terrors. Von dort aus war gestern der Attentäter mit einem Lieferwagen in die Fußgängerzone der Promenade Las Ramblas gefahren und hatte 13 Menschen getötet.

+++ 11.37 Uhr +++ Bei dem Anschlag in Barcelona sind auch 13 Deutsche verletzt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes schweben einige von ihnen in Lebensgefahr. Ob auch unter den 13 Todesopfern Deutsche sind, sei nicht klar und könne deshalb nicht ausgeschlossen werden.

+++ 11.22 Uhr +++ Die Attentäter von Barcelona und Cambrils gehören offenbar zu einer Terrorzelle. Das berichtet die spanische Zeitung El País. Den Angaben zufolge soll sich diese Zelle aus zwölf Personen zusammengesetzt haben. Die Ermittlungsbehörden hatten bislang nur davon gesprochen, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen beiden Taten gebe. Sie nannten aber keine Einzelheiten.

+++ 11.18 Uhr +++ Nach Einschätzung des katalanischen Innenministeriums könnte die Zahl der Todesopfer des Anschlags in Barcelona weiter steigen. Von den mehr als 100 Vewundeten hätten einige sehr schwere Verletzungen erlitten, sagte Innenminister Forn.

+++ 11.08 Uhr +++ Bundeskanzlerin Merkel hat den Anschlag von Barcelona verurteilt. "Terrorismus kann uns tief traurige Stunden bereiten. Aber besiegen kann er uns nie", sagt sie in Berlin. SPD-Kanzlerkandiat Schulz zeigte sich fassungslos über die Attacke in Barcelona.

+++ 10.59 Uhr +++ Vor sämtlichen Fußballspielen der spanischen Ligen Primera und Segunda División wird es am Wochenende eine Gedenkminute geben. Das teilte der Ligaverband LFP mit. Vom FC Barcelona hieß es, alle Mannschaften und die jeweiligen Gegner würden mit Trauerflor antreten.

+++ 10.55 Uhr +++ Angesichts des Terroranschlags in Barcelona wollen CDU und SPD ihre Wahlkampfaktivitäten am heutigen Freitag einschränken. Das kündigte SPD-Kanzlerkandidat Schulz nach einem Telefonat mit Kanzlerin Merkel an. Nach Schulz' Worten soll unter anderem auf Musik bei Wahlkampfveranstaltungen verzichtet werden.

+++ 10.51 Uhr +++ Als Zeichen der Anteilnahme wehen auch an deutschen Bundesbehörden die Fahnen auf halbmast. Das hat Bundesinnenminister de Maizière angeordnet.

+++ 10.45 Uhr +++ Nach dem Transporter-Anschlag in Barcelona wird noch mindestens ein weiterer Terrorist gesucht. Das hat die Regionalregierung von Katalonien mitgeteilt. Unklar ist, ob es sich bei der flüchtigen Person um den Fahrer des Lieferwagens handelt. Zuvor hatte die Zeitung El Mundo berichtet, dass ein 17-Jähriger als neuer Hauptverdächtiger in dem Fall gelte. Er soll nach der Todesfahrt zu Fuß geflüchtet sein. 

+++ 10.30 Uhr +++ Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ermitteln die Behörden gegen acht Menschen. Vermutet wird, dass sie die Taten in Barcelona und Cambrils gemeinsam planten und verübten. Die Agentur beruft sich auf Justizkreise. Demnach planten die Verdächtigen auch Anschläge mit Gasflaschen.

+++ 10.13 Uhr +++ Für die Schweigeminute am Mittag in Barcelona gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Polizei hat die Teilnehmer aufgefordert, nur zu Fuß zur Plaça de Catalunya zu kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen mitzubringen. 

+++ 10.11 Uhr +++ Die spanische Zeitung El Mundo meldet, dass Polizei nach dem Terroranschlag in Barcelona einen neuen Hauptverdächtigen sucht. Gefahndet wird nach einem 17- oder 18-Jährigen, dessen älterer Bruder bereits in Haft sitzt. Der Jugendliche soll seinem Bruder den Pass gestohlen und unter dessen Namen den Lieferwagen für die Todesfahrt angemietet haben. 

+++ 9.59 Uhr +++ Die Menschen in Barcelona versuchen, etwas Normalität zurückzugewinnen. Auf dem Boulevard Las Ramblas öffneten die ersten Kioske wieder, berichtet der Sender TV3. Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt funktionieren laut der katalanischen Notfalldienste größtenteils wieder normal. Nur drei Stationen um Las Ramblas blieben geschlossen.

+++ 9.52 Uhr +++  Barcelona trauert um die Opfer des Terroranschlags. Am Parlamentsgebäude der katalonischen Regionalregierung wurde die Flagge auf halbmast gehisst. Für 12 Uhr ist eine Schweigeminute auf der Plaça de Catalunya geplant.

+++ 9.45 Uhr +++ Nach dem Anschlag in Barcelona mit einem Lieferwagen hat Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Caffier (CDU) den Bau zusätzlicher Poller vor Fußgängerbereichen gefordert. Im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland räumte er allerdings auch ein, dass es "fast unmöglich" sei, Anschläge mit Autos zu verhindern.

+++ 9.39 Uhr +++ Die Regionalregierung Kataloniens bestätigt, dass es sich bei den von den Angreifern in Cambrils getragenen Sprengstoffgürteln um Attrappen handelte. Die Gürtel seien sehr gut gebaut gewesen. Die Behörden hätten erst nach einer kontrollierten Sprengung festgestellt, dass sie unecht seien, hieß es weiter. 

Ein Mann lädt am 18.08.2017 in Cambrils ein auf dem Dach liegendes Auto auf einen Abschleppwagen. Polizisten hatten dort zuvor fünf mutmaßliche Terroristen erschossen.  (Emilio Morenatti/AP/dpa)Spurensicherung in Cambrils (Emilio Morenatti/AP/dpa)

+++ 9.32 Uhr +++ In Gedenken an die Opfer des Terroranschlages in Barcelona sind die Flaggen vor dem Sitz der EU-Kommission in Brüssel auf halbmast gesetzt worden. 

+++ 9.27 Uhr +++ Das Auswärige Amt bestätigt bisher nicht, ob es deutsche Opfer gab. Es sei noch unklar, ob unter den Toten und Verletzten Deutsche seien, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Das deutsche Generalkonsulat und das Krisenreaktionszentrum des AA stünden mit den spanischen Behörden in engem Kontakt. Das ZDF berichtete dagegen von drei getöteten Deutschen und berief sich dabei auf Sicherheitskreise. Die katalanischen Behörden teilten mit, dass Deutsche zu Schaden gekommen seien, ebenso wie Menschen aus über 20 anderen Nationen.

+++ 9.17 Uhr +++ Polens Regierung verurteilt den Terror in Spanien und spricht dem spanischen Volks ihr Beileid aus. Die Täter nennt das Außenministerium in Warschau "Feiglinge, die sich falsche höhere Ziele zuschreiben" würden.

+++ 9.16 Uhr +++ Reaktion aus dem Iran: Die Anschläge seien ein "entsetzliches Verbrechen", der Terror kenne schon lange keine Grenzen mehr und müsse daher auch global gelöst werden, sagte Außenamtssprecher Ghassemi in Teheran. Er forderte eine globale Initiative, um den IS zu bekämpfen - sein Land sei bereit dazu.

+++ 8.59 Uhr +++ Der Terror-Experte Neumann hält es für sehr wahrscheinlich, dass der IS hinter dem Anschlag in Barcelona steckt. Er sagte im Deutschlandfunk, die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Europa sei unzureichend. Dies hätten sich die IS-Terroristen schon in der Vergangenheit zunutze gemacht.

+++ 8.52 Uhr +++ Nach Angaben des französischen Außenministeriums sind 26 Franzosen unter den Verletzten. Mindestens elf von ihnen befänden sich in einem ernsten Zustand. 

+++ 8.45 Uhr +++ Im Zusammenhang mit dem Anschlag ist in der Stadt Ripoll nördlich von Barcelona eine weitere verdächtige Person festgenommen worden. Das meldet ein katalanischer Radiosender.

+++ 8.42 Uhr +++ Nach den Anschlägen in Spanien warnen deutsche Politiker vor weiteren Terror-Attacken. Die Kooperation der Sicherheitsorgane und der Datenaustausch sei bei weitem nicht zufriedenstellend.Den Islamisten gehe es darum, die westliche Lebensform anzugreifen, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU im Bundestag, Mayer, im Deutschlandfunk.

Ein Portrait des Politikers Stephan Mayer mit dem Zitat "Der Anschlag in Barcelona zeigt, dass im Grunde alle westlichen Länder gleichermassen bedroht sind." (imago/dlf)Mayer: Islamisten wollen westliche Lebensform attackieren, Anschlagsort ist sekundär (imago/dlf)

+++ 8.35 Uhr +++ Der CDU-Politiker Heveling kritisiert im Dlf die Zusammenarbeit der Behörden in Europa.

+++ 8.30 Uhr +++ Wir setzen unseren Liveblog fort. Die Zusammenfassung der letzten Stunden haben wir hier für Sie zusammengefasst

Die Ereignisse in Barcelona können Sie hier in unserem Liveticker vom Donnerstag nachlesen.

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