Montag, 27. Juni 2022

Liveblog zum G20-Gipfel
Mit Spezialkräften gegen Randalierer

Brennende Barrikaden, ausgebrannte Geldautomaten, geplünderte Supermärkte: Mehrere Stunden lang hat die Polizei zugesehen, wie linksradikale Demonstranten Teile des Schanzenviertels blockierten. Dann ging sie gegen die Gewalttäter vor. Lesen die Ereignisse in unserem Liveblog nach.

07.07.2017

Randalierer stehen im Schanzenviertel in Hamburg vor einer brennenden Barrikade.
Randalierer suchen bei einem Wasserwerfereinsatz im Schanzenviertel Schutz. (Markus Scholz/dpa)
  • Mit einem Großaufgebot und Spezialeinheiten hat die Polizei das Hamburger Schanzenviertel gestürmt. Die Beamten löschten brennende Barrikaden und gingen gegen Plünderer vor.
  • Die Polizei spricht von etwa 1.500 Randalierern und rund 100 Festnahmen.
  • US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin vereinbaren bei einem Treffen eine Waffenruhe für Syrien.
  • Der G20-Gipfel geht heute mit einer Abschlusserklärung zu Ende
Unser Liveblog:

+++4.15+++ Bei den Beratungen der G20-Staaten in Hamburg steht eine gemeinsame Abschlusserklärung der führenden Industrie- und Schwellenländer auf der Kippe. Die Chef-Unterhändler der Staats- und Regierungschefs versuchten noch während der Nacht, gemeinsame Formulierungen zu den beiden großen Streit-Themen Freihandel und Klimaschutz zu finden. Das Abschlusskommunique des Gipfels soll heute in Hamburg vorgestellt werden.
+++2.10+++ Der anwaltliche Notdienst beklagt eine massive Behinderung durch Polizei und Justiz in Hamburg. Am Donnerstag sei zunächst der Zugang zu den Mandanten verwehrt worden. Den in den Gefangenensammelstellen Festgehaltenen werde nicht mitgeteilt, ob es einen konkreten Strafvorwurf gebe.
+++1.55+++ Die S-Bahn zwischen Hamburg Altona und dem Hauptbahnhof fährt wieder. Allerdings kann es weiterhin zu Verzögerungen kommen.
+++1.45+++ Die Polizei spricht von 1.500 Randalierern. Geschäfte seien geplündert, Beamte massiv angegriffen worden. Ein Polizist habe einen Unterschenkelbruch erlitten.
+++1.35+++ Polizei und Unterstützer der G20-Gegner dementieren, dass die Rote Flora gestürmt wurde.
+++1:25+++ Die Lage im Schanzenviertel hat sich nach Angaben der Polizei beruhigt. Es komme aber immer noch zu einzelnen Sachbeschädigungen durch kleine Gruppen. Der Bereich Schlump ist wieder freigegeben. Er war zwischenzeiltich für Fahrzeuge gesperrt. Auch der U-Bahnhof war wegen des Einsatzes gegen Randalierer nicht zugänglich.
+++1:00+++ Die Rote Flora wird von der Polizei gestürmt. Das besetzte Theater ist eines der wichtigsten Zentren der Autonomen in Deutschland.
+++0:25+++ Die Polizei fordert die Fernsehstationen auf, die Räumungsaktion nicht live zu übertragen.
+++23:35+++ In Fernsehbildern ist zu sehen, dass sich die Polizei nun langsam mit Wasserwerfen und Beamten in die von Demonstranten blockierten Teile des Schanzenviertels vorarbeiten. Dort sollen sich rund 2.000 Aktivisten aufhalten, viele von ihnen gewaltbereit. Die brennenden Barrikaden werden gelöscht, Häuser werden nach Gewalttätern durchsucht. Hubschrauber kreisen über dem Viertel. Fernsehreporter werden verscheucht.
Die Gruppe von Polizisten steht im Dunkeln in voller Kampfmonitur mit Schildern neben einem Wasserwerfer.
Polizisten bei der Räumungsaktion neben einem Wasserwerfer. (Bodo Marks / dpa)
+++23:25+++ Jetzt wissen wir auch, was die G20-Teilnehmer im Anschluss an das Konzert in der Elbphilharmonie zum Abendessen aufgetischt bekamen: Es gab nach Informationen der Nachrichtenagentur ap Regionales: Steinbutt-Filet aus der Nordsee mit Spinat und anschließend Filet und Bäckchen vom friesischen Rind.
+++23:15+++ Wegen der Krawalle steht auch der S-Bahn-Verkehr in der Hamburger Innenstadt still:
+++23:15++ Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zieht eine positive Zwischenbilanz des Gipfels: In den eigentlichen G20-Fragen wie der Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Steuerreduzierung durch internationale Konzerne arbeite man kontinuierlich und mit wachsendem Erfolg weiter, sagte Schäuble am Abend im ARD-Fernsehen. Auch in der Klimaschutz-Frage zeigte er sich optimistisch: Die "Entschlossenheit der Allermeisten in der Welt, zu begreifen, dass wir jetzt mehr tun müssen gegen den Klimawandel" sei eher gewachsen.
+++23:10+++ Die "Revolutionäre Anti-G20-Demo" ist laut Polizei beendet, die Teilnehmer wandern ab.
+++23:05+++ Die Zahl der Festgenommenen steigt nach Polizeiangaben auf 83; 19 Personen wurden in Gewahrsam genommen.
+++23:00+++ Jetzt gibt es unter den fast 200 verletzten Polizisten doch einen Schwerverletzten: Ein Beamter erlitt eine Unterschenkelfraktur - wo und wann wurde nicht mitgeteilt.
+++22:40+++ Im Schanzenviertel herrscht weiter die Gewalt: Neben dem Supermarkt wurde auch ein Drogeriemarkt geplündert, man sieht laut Agenturberichten verbrannte Geldautomaten. Vermummte Demonstranten sind auf ein Baugerüst an einem Haus geklettert, nach Angaben der Polizei bewarfen sie von dort Polizisten mit Gegenständen. Die Polizei schreitet nun offenbar stellenweise doch ein: In Fernsehbildern ist zu sehen, wie sie Wasserwerfer und Tränengas einsetzt, um einen Platz zu räumen.
Vor dem Supermarkt mit zerborstenen Scheiben brennt im Dunkeln die Barrikade; ein Demonstrant kickt etwas in das Feuer.
Eine brennende Barrikade vor dem geplünderten Drogeriemarkt auf dem Schulterblatt im Schanzenviertel. (Axel Heimken / dpa)
+++22:30+++ Die Polizei beschreibt die Lage im Schanzenviertel als "sehr ernst".
+++22:25+++ Der Nachrichtensender n-tv berichtet von Plünderungen in einem Supermarkt im Schanzenviertel, dessen Scheiben eingeschmissen wurden. An mehreren Stellen brennen weiterhin Barrikaden. Die Polizei hält sich aber offenbar noch weitgehend zurück.
+++22:20+++ Das Boulevardblatt "Hamburger Morgenpost" fragt: "Wurde die Schanze aufgegeben? Keine Polizei weit und breit, zahlreiche Feuer in den Straßen."
+++22:05+++ Im Schanzenviertel sind jetzt auch vor dem autonomen Zentrum "Rote Flora" am Schulterblatt brennende Barrikaden errichtet worden.
+++22:00+++ Bilder des NDR vom Polizeieinsatz im Schanzenviertel:
+++21:55+++ Die heutigen Eindrücke von Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Krawalle tauchen dabei nicht auf.
+++21.50+++ Witziges Tweet mit einem Bild vom Münchner Flughafen: "Humor hamse ja in München".
+++21:45+++ Die Zahl der verletzten Polizisten ist offiziellen Angaben zufolge auf 196 gestiegen. Es seien zum Glück aber keine Schwerverletzten darunter, teilt die Polizei mit.
+++21:15+++ Im Stadtteil St. Pauli beginnt der letzte angemeldete Demonstrationszug des heutigen Tages: Die "Revolutionäre Anti-G20-Demo".
+++20:55+++ Im Schanzenviertel gehen die Auseinandersetzungen weiter: Die Polizei rückt laut Nachrichtenagentur Reuters mit Wasserwerfern gegen Autonome auf dem Neuen Pferdemarkt vor, die dort die Kreuzung blockieren und Böller zünden.
Die schwarzgekleideten und teils vermummten Demonstranten errichten mehrere Stapel Pflastersteine, die sie aus dem Straßenbelag ziehen.
Gewaltbereite Demonstranten stapeln am Neuen Pferdemarkt Pflastersteine. (Markus Scholz/dpa)
Der Polizist ist von der Seite neben einem Baum stehend abgebildet. Im Hinterund fotografiert ihn eine Frau. 
Ein Polizist am Pferdemarkt mit einer Granatpistole zum Verschießen von Tränengas. (Bodo Marks / dpa)
+++20:50+++ Die Polizei ergänzt ihre frühere Twitter-Nachricht über den Warnschuss eines Beamten um ein Detail, das das Ereignis in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt: Der Warnschuss richtete sich offenbar nicht gegen gewalttätige Demonstranten, sondern gegen Straßenräuber.
+++20:45+++ Die Gipfel-Gegner ziehen ein positives Fazit ihrer Proteste des ersten Tages: "Wir haben getan, was wir angekündigt haben: Tausende Menschen sind in die so genannte blaue Zone eingedrungen", so Bündnissprecherin Jana Schneider. Der Gipfelablauf sei gestört worden. "Wir waren da, wo wir nicht sein sollten: auf den Zufahrtswegen und Protokollstrecken zum Gipfel."
+++20:40+++ EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußert sich pessimistisch über die bisherigen G20-Gespräche zum Thema USA und der Welthandel: "Wir werden die Handelsgespräche und die Auseinandersetzung über Handelsverträge mit den Amerikanern morgen weiterführen, aber ich mach mir da nicht viel Hoffnung", sagte Juncker am Abend im ZDF.
+++20:35+++ Der "Postillon" nimmt die Ereignisse in Hamburg mit dem ihm üblichen Humor:
Die Hamburger Polizei weist vorsichtshalber darauf hin, dass der Postillon ein satirisches Medium ist:
+++20.30+++ Bei den Krawallen im Schanzenviertel hat ein Polizist einen Warnschuss abgegeben. Er sei zuvor "massiv von Gewalttätern angegriffen" worden, twittert die Polizei.
+++20:12+++ Unser Landeskorrespondent Axel Schröder hatte bereits gestern Abend berichtet, dass die Gewalt auf der "Welcome to hell"-Demonstration gegen den Gipfel nicht von den Teilnehmern ausgegangen sei. Heute bestätigte er , dass er den Polizeieinsatz sehr kritisch eingeschätzt und das heute nochmal überprüft habe. Augenzeugen hätten ihm bestätigt, ebenso wie Videos, dass aus der Menge heraus keine Gewalt stattgefunden habe. Er habe auch bei der Polizei nachgefragt, und dort habe man heute auch gesagt: Es sei richtig, dass von dem Block der Demonstranten keine Gewalt ausgegangen sei. Die Eisenstangen und Holzlatten seien, so Schröder, erst nach dem Polizeieinsatz geflogen, also als die Beamten einigermaßen brachial in die Menge hineingegangen seien. Der entscheidende Punkt sei gewesen, dass Menschen vermummt gewesen seien. Unter all diesen Voraussetzungen sagten heute viele, dass der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig gewesen sei.
+++20:10+++ Unser USA-Korrespondent Thilo Kößler ist zurzeit ebenfalls in Hamburg und hat das Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin beobachtet. Kößler sagte im Deutschlandfunk , es habe nur vor dem Treffen eine kurze Begegnung mit der Presse gegeben - ein probates Mittel sei das, wenn man nicht wisse, ob man sich nach dem Treffen noch etwas zu sagen habe. Trump habe in diesem Moment seine "verspannteste Haltung" eingenommen - wie immer, wenn er nervös sei: den Oberkörper nach vorn gebeugt, den Blick auf den Teppich gerichtet. Putins Körperhaltung sei weniger verräterisch gewesen, aufrecht sitzend in der Position der Macht.
+++20:00+++ Beim Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin ist Wichtiges vereinbart worden: Eine gemeinsame Initiative für einen Waffenstillstand für Syrien. Dieser soll nach den Worten der Außenminister Sergej Lawrow und Rex Tillerson von Sonntag an gelten. Tillerson erklärte zudem, dass Trump bei dem Gespräch mehrmals eine mögliche russische Einmischung in den US-Wahlkampf angesprochen habe - und Putin eine solche Intervention abgestritten habe.
+++19:25+++ Aus dem Hamburger Schanzenviertel wird neuer Krawall gemeldet: Einsatzkräfte wurden dort nach Polizeiangaben vor dem autonomen Zentrum "Rote Flora" mit Gegenständen beworfen. Mehrere Personen hätten sich vermummt und mit Eisenstangen bewaffnet.
+++19:20+++ Die G20-Teilnehmer kommen in der Elbphilharmonie zusammen. Der erste Tag des Gipfels soll dort mit einem Konzert zu Ende gehen.
Die vier stehen nebeneinander vor ihren Plätzen an einem Geländer: v. l.n.r. Frau und Herr Macron, Herr und Frau Trump. Die beiden Präsidenten winken lächelnd.
Freundlich winken: Die Präsidenten Macron und Trump mit ihren Ehefrauen vor Beginn des Konzerts in der Elbphilharmonie. (Christian Charisius / dpa)
+++19:00+++ Die russische Nachrichtenagentur Interfax gibt erste Details des Treffens zwischen Donald Trump und Wladimir Putin bekannt: Die beiden hätten über die Konflikte in Syrien und in der Ukraine gesprochen. Auch der Kampf gegen den Terrorismus und der Schutz vor Cyberangriffen seien Themen gewesen.
+++18:45+++ Donald Trump kommt während des Gipfels auch mit seinem mexikanischen Kollegen Enrique Peña Nieto zusammen. Das strittige Thema einer Mauer zwischen beiden Staaten kam bei dem Gespräch nach mexikanischen Angaben nicht zusammen. Doch anschließend sagte Trump auf die Frage einer Reporterin, ob er immer noch wolle, dass Mexiko die Mauer bezahlen solle: "Absolut!"
+++18.30+++ Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin ist beendet. Nach Angaben eines Sprechers des US-Außenministeriums dauerte das Gespräch etwa zweieinhalb Stunden- Über Inhalte wurde zunächst nichts mitgeteilt.
+++18:30+++ Die Hamburger Polizei veröffentlicht das Bild eines Polizisten-Arms mit einer durch einen Zwillenbeschuss verursachten Wunde. Nach Angaben von Polizeipräsident Ralf Meyer wurden einige Beamte durch den Einsatz solcher Schleudern erheblich verletzt.
+++ 17:50 +++ Die Hamburger Polizei hat nach eigenen Angaben seit Beginn ihres G20-Einsatzes 70 Personen festgenommen. 15 weitere seien in Gewahrsam genommen worden, twittern die Beamten.
+++ 17:35 +++ Dlf-Korrespondentin Jule Reimer geht davon aus, dass es zum Klimaschutz ein 19+1 Kommuniqué geben wird. Trotz des Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen bekenne sich das Land zur Reduktion der Treibhausgase, sagte Reimer im Deutschlandfunk.
+++ 17:25 +++ Die G20-Staaten wollen im Bereich der Terrorismusbekämpfung besser zusammenarbeiten. Man sei sich einig gewesen, dass es einen besseren Informationsaustausch geben müsse und die Anbieter von Internetplattformen rascher als bislang terroristische Inhalte löschen müssten, sagte Bundeskanzlerin Merkel nach dem Ende der ersten Arbeitssitzung.
+++ 17:21 +++ Greenpeace-Aktivisten haben mit einer Trump-Plastik auf der Elbe für den Klimaschutz protestiert. Die Umweltschützer zogen eine sieben Meter hohe Figur des US-Präsidenten Donald Trump auf einem Ponton vor das Konzerthaus Elbphilharmonie. "Die anderen G20-Chefs können nicht darauf warten, bis Donald Trump erwachsen wird", erklärte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid.
+++ 17:17 +++ Die Polizei setzt an den Landungsbrücken neben Wasserwerfern auch Pferde ein.
+++ 17:02 +++ An den Landungsbrücken setzt die Polizei Wasserwerfer ein, um die Ausschreitungen unter Kontrolle zu bringen. Flaschen und Steine flogen aus Demonstrantengruppen auf Beamte.
Proteste gegen den G20-Gipfel: Ein Wasserwerfer der Polizei im Einsatz gegen Demonstranten in Hamburg.
Die Polizei hat mit Wasserwerfern eine spontane Demonstration aufgelöst. (dpa-Bildfunk / AP / Matthias Schrader)
+++ 16:42 +++ Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld sind nach Angaben der Feuerwehr elf Demonstranten schwer verletzt worden. Sie seien in Folge einer Konfrontation mit Einsatzkräften über eine mit einem Absperrgitter versehene Mauer geklettert und dabei abgestürzt, teilte die Feuerwehr mit. Das Absperrgitter sei unter der Last der Menschen gebrochen.
+++ 16:30 +++ Die Hamburger Polizei meldet "massiven Bewurf mit Gegenständen" im Bereich St. Pauli. Kurz zuvor hatte sie berichtet, größere Störergruppen seien im Bereich der Ludwig-Erhard-Straße und der Reeperbahn gemeldet worden.
+++ 16:20 +++ Reporter am Rande der Demonstration in Nähe der Hamburger Landungsbrücken melden weitere Zusammenstöße. Rund 200 Vermummte sind unter den Demonstranten, die offenbar näher an die Elbphilharmonie herankommen wollen. Auch weitere Blockaden werden errichtet. In der Elbphilharmonie soll am Abend ein Konzert für die Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels stattfinden.
+++ 16:06 +++ Die Hamburger Polizei rechnet mit weiteren gewaltsamen Protesten von G20-Gipfelgegnern. Man müsse davon ausgehen, dass es zumindest teilweise so weitergehen werde, sagte Polizeipräsident Meyer. Neun bis zehn Hundertschaften seien zusätzlich angefordert worden.
+++ 15:50 +++ Mehrere tausend Demonstranten sammeln sich am Millerntorplatz. Darunter ist erneut ein Schwarzer Block mit mehreren hundert Linksautonomen. Noch ist unklar, welchen Weg die Demonstration nehmen wird.
+++ 15:33 +++ Konzentrieren sich die Medien zu oft auf die Gewaltdarstellungen bei politischen Großveranstaltungen? Bleiben die Protestinhalte dabei auf der Strecke? Das ist jetzt unser Diskussionsthema in der Sendung @mediasres. Rufen Sie uns an unter 0221-345 3451 oder mailen Sie uns an mediasres-dialog@deutschlandfunk.de.
+++ 15:28 +++ Der russische Staatschef Putin hat sich für einen fairen Welthandel ausgesprochen. "Wir sind gegen den Protektionismus, der sich in der Welt ausbreitet", sagte Putin auf dem Gipfel. Beschränkungen bei Handel und Finanzen hätten oft einen politischen Hintergrund und sollten Konkurrenten ausschalten.
Bundeskanzlerin Merkel begrüßt den russischen Präsidenten Putin zum G20-Gipfel in Hamburg
Der russische Präsidenten Putin lehnt nach eigenen Worten Protektionismus ab. (dpa / AP / Jens Meyer)
+++ 15:18 +++ Bundespräsident Steinmeier hat die Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels verurteilt. Für Gewalt gebe es keine Rechtfertigung, sagte Steinmeier der "Bild-Zeitung". Zugleich würdigte er die Arbeit der Polizisten. Sie hätten mit ihrem Einsatz den G20-Gipfel ermöglicht. Respekt äußerte Steinmeier auch gegenüber denjenigen, die ihren Protest friedlich zum Ausdruck brächten.
+++ 15:02 +++ Der Direktor des Bereichs Bildung bei der OECD, Schleicher, hat eine verstärkte Zusammenarbeit der Staaten gefordert, um Bildungsunterschiede zu verringern. Schleicher sagte im Deutschlandfunk, dass Bildung beim G20-Gipfeltreffen nur als Teil der Arbeitsmarktpolitik auf der Tagesordnung stehe. Das müsse sich ändern.
OECD-Logo
Die OECD fordert höhere Investitionen in Bildung. (dpa/picture alliance/Britta Pedersen)
+++ 14:32 +++ Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hält die Situation rund um die Anti-G20-Proteste in Hamburg für beherrschbar. Die Polizei habe die Lage im Griff, sagte er. Von bürgerkriegsähnlichen Zuständen sei man weit entfernt.
+++ 14:16 +++ Vertreter der eskalierten "Welcome to Hell"-Demonstration haben den Rücktritt von Hamburgs Bürgermeister Scholz und dessen Innensenator Grote (beide SPD) gefordert. "Natürlich müssten aus diesen Vorkommnissen personelle Konsequenzen gezogen werden", sagte Christoph Kleine von der G20-Plattform. "Die Polizei hat Tote in Kauf genommen." Die Demonstration mit rund 12.000 Menschen war am Abend unter Einsatz von Wasserwerfern aufgelöst worden.
+++ 14:00 +++ Der Politikwissenschaftler Christian Hacke hat den Zeitpunkt des Treffens von Trump und Putin kritisiert. Dass es parallel zur wichtigen Sitzung über den Klimaschutz stattfinden soll, sei kein gutes Zeichen für den Gipfel, sagte Hacke im Deutschlandfunk. Es zeige, dass beide Politiker die "Merkel-Agenda" nicht unbedingt für die oberste Priorität erachteten. Im Hinblick auf die globalen Probleme forderte Hacke, gemeinsame Lösungen mit Russland zu finden.
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßen sich
US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin treffen sich zum ersten Gespräch. (Steffen Kugler/Bundespresseamt/dpa/ dpa-Bildfunk)
+++ 13:45 +++ Bundeskanzlerin Merkel will die Gipfelteilnehmer zu einem Kompromiss bewegen. Millionen Menschen weltweit verfolgten den Gipfel und erwarteten Lösungen, sagte Merkel. "Ich bin auch ganz sicher, dass sich jeder hier anstrengt, um gute Ergebnisse zu erreichen", sagte sie. Eine gemeinsame Lösung um jeden Preis lehnte sie aber ab. Sie sage ganz ausdrücklich, dass es nicht darum gehe, sich zu sehr zu verbiegen.
+++ 13:36 +++ Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision fordert von den Gipfelteilnehmern klare Ergebnisse. "Verabschiedet konkrete Versprechen, die nachgehalten werden können! Dann macht euer Treffen Sinn", sagte Marwin Meier von World Vision dem Dlf. Normalerweise seien die G7- und G20-Gipfel Konsensveranstaltungen.
+++ 13:20 +++ Völlig unklar ist, ob es eine gemeinsame Abschlusserklärung geben wird. Dlf-Korrespondent Frank Capellan sagte, Merkel wolle ein einvernehmliches Abschluss-Kommuniqué erzielen. "Sie möchte keine 19:1 Entscheidung beim Klimaschutz", sagte er im Dlf. Dazu wolle sie Trump Brücken bauen. Capellan bezweifelte aber den Sinn eines Minimalkonsenses, auch vor dem Hintergrund der Gipfelkosten von geschätzt 120 Millionen Euro.
+++ 13:10 +++ Hamburgs Innensenator Grote (SPD) hält das Protestcamp im Volkspark Altona für die Basis der Krawalle. Dieses sei "maßgeblicher Ausgangspunkt" der Taten gewesen, sagte Grote. Er beklagte eine "hohe kriminelle Energie" der Protestierenden.
Neuer Hamburger Innen- und Sportsenator ist Andy Grote.
Verurteilt die Gewalt am Rande des G20-Gipfels: Hamburgs Innensenator Andy Grote. (dpa/picture-alliance/Axel Heimken)
+++ 12:55 +++ Die Zahl der bei den gewaltsamen G20-Protesten in Hamburg verletzten Polizisten ist auf 159 gestiegen. Das sagte ein Sprecher der Beamten. Ihm zufolge nahmen die Einsatzkräfte bislang 45 Menschen fest, zwölf weitere kamen in Gewahrsam.
+++ 12:37 +++ Die EU hat beim G20-Gipfel UN-Sanktionen gegen Menschenschmuggler vorgeschlagen und dafür Unterstützung verlangt. Das Einfrieren von im Ausland gehorteten Vermögen und Einreiseverbote seien "das Allermindeste", was im Kampf gegen Schleuserbanden auf globaler Ebene getan werden müsse, sagte EU-Ratspräsident Tusk.
+++ 12:31 +++ Das Bündnis "Jugend gegen G20" ist auf dem Weg. Nach Angaben des Journalisten Steffen Lüdke demonstrieren rund 1000 Menschen für ein "selbstbestimmtes Bildungssystem" und ein Ende des Kapitalismus.
+++ 12:21 +++ Papst Franziskus hat die Teilnehmer des G20-Gipfels zu "verantwortungsvoller Solidarität" aufgerufen. In einer an Bundeskanzlerin Merkel adressierten Botschaft fordert er "freien Durchzug" für Flüchtlinge und Hilfe für den Südsudan und weitere Krisengebiete.
+++ 12:01 +++ Nicht nur Krawall: Die Reporterin von Spiegel-Online betont: Es gibt Einschränkungen durch den Gipfel, aber Hamburg ist damit nicht lahmgelegt.
+++ 11:53 +++ Die britische Premierministerin May hält es für möglich, dass die USA zum Pariser Klimaabkommen zurückkehren. Teilnehmer des G20-Gipfels würden Präsident Trump auffordern, einen Weg dafür zu finden, sagte May der BBC.
+++ 11:47 +++ Die Hamburger Polizei hat bestätigt, dass sie weitere Kräfte aus anderen Bundesländern angefordert hat. Begründet wird das mit den massiven Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel und den "vielen Straftaten, die parallel passieren", sagte ein Polizeisprecher. Wie viele zusätzliche Beamte angefordert wurden, wollte er nicht sagen.
+++ 11:41 +++ Das mit Spannung erwartete erste persönliche Treffen von US-Präsident Trump mit Russlands Präsident Putin soll gegen 16 Uhr stattfinden. Unser Korrespondent Thielko Grieß hat allerdings Zweifel, ob die hohen Erwartungen an das Treffen erfüllt werden.
+++ 11:37 +++ Zum Auftakt des Gipfels sprechen die Staats- und Regierungs-Chefs über den Kampf gegen den Terrorismus. Beherrschen dürften den Gipfel aber die Diskussionen über Klimaschutz und Welthandel.
Hintergrund ist die Politik von US-Präsident Trump, der nicht nur den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen hat, sondern auch gemäß seinem Motto "Amerika zuerst" im Welthandel auf Protektionismis setzt. Er wolle sein Land gut vertreten, twitterte Trump am Morgen:
+++ 11:33 +++ An mehreren Orten in der Hamburger Innenstadt versuchen Demonstranten weiterhin, Straßen zu blockieren. Die Polizei schreitet häufig zügig ein und löst diese Blockaden auf. Teilweise werden Wasserwerfer eingesetzt. Insgesamt hat sich die Lage am späten Freitagvormittag aber beruhigt.
+++ 11:28 +++ Hamburgs Erzbischof Heße hat die zurückhaltende Haltung der katholischen Kirche zu den G20-Protesten verteidigt. Es sei nicht Aufgabe der Kirche, den Menschen vorzuschreiben, ob sie sich an Demonstrationen beteiligen sollten oder nicht, sagte Heße auf WDR5. Heße betonte die Bedeutung des G20-Treffens: Der Dialog der Staaten sei auch dann wichtig, wenn die Erwartungen sehr gering seien. Die Teilnehmer müssten zum Abschluss aber konstruktive Lösungen liefern.
+++ 11:20 +++ Auch die Feuerwehr bilanziert: Wegen der gewalttätigen Proteste gegen den G20-Gipfel gab es 156 Einsätze.
+++ 11:08 +++ Nach Medienberichten hat die Hamburger Polizei weitere Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern angefordert. Aus Berlin seien bereits drei Hundertschaften unterwegs, meldet DIE WELT und beruft sich auf einen "ranghohen Polizeiführer". Weder die Polizei in Hamburg noch die Kollegen aus Berlin wollten dazu Stellung nehmen.
+++ 11:11 +++ Beeinträchtigungen durch den G20-Gipfel auch bei der Bahn.
+++ 11:06 +++ Was bringt der G20-Gipfel? Die große Mehrheit der Bundesbürger hat da eher geringe Erwartungen. Laut ZDF-Politbarometer gehen 78 Prozent der Befragten davon aus, dass sich mit Blick auf die weltweit drängendsten Probleme nicht viel bewegen wird. Nur zehn Prozent erwarten eher Fortschritte, ebenfalls zehn Prozent eher Rückschritte.
+++ 11:04 +++ Trotz der Ausschreitungen in Hamburg rund um den G20-Gipfel ist die Sicherheit der Teilnehmer laut Polizei gewährleistet. Man wisse allerdings auch um die massiven Auswirkungen auf den Individualverkehr, sagte ein Sprecher der dpa.
+++ 11:01 +++ Russlands Präsident Putin hat das Pariser Klimaschutzabkommen als "Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit" bezeichnet.Er rief die G20-Länder zum gemeinsamen Kampf gegen Terrorismus auf und plädiert für weitere Reformen des Internationalen Währungsfonds
+++ 10:56 +++ Die beiden hatten sich auch schon gestern getroffen: Kanzlerin Merkel und der türkische Staatschef Erdogan. Dieser hatte die Bundesregierung vor seiner Reise nach Deutschland scharf kritisiert, weil sie es abgelehnt hat, dass er am Rande oder nach dem G20-Gipfel vor Anhängern öffentlich spricht.
Bundeskanzlerin Merkel begrüßt den türkischen Präsidenten Erdogan zum G20-Gipfel. Beide lächeln.
Bundeskanzlerin Merkel begrüßt den türkischen Präsidenten Erdogan zum G20-Gipfel (dpa / AP / Jens Meyer)
+++ 10:50 +++ Bundeskanzlerin Merkel hat sich vor Beginn des G20-Gipfel mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau getroffen. Außerdem kam sie mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Ghebreyesus zusammen.
+++ 10:44 +++ Die Erwartungen an Südafrika beim G20-Gipfel sind nach Ansicht der Politologin Sidiropoulos so groß wie nie zuvor. Das Land vertrete als einziges G20-Mitglied einen ganzen Kontinent. Unter der Präsidentschaft der deutschen Bundesregierung wollen die G20 ihre Beziehungen zu Afrika stärken. Der SPD-Politiker Schwabe hält die Runde der G20 für zu klein, um die globalen Probleme zu diskutieren. Die Vereinten Nationen seien der richtige Weg dafür, sagte Schwabe im Deutschlandfunk.
+++ 10:40 +++ Die führenden Schwellenländer Brics (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) setzen sich für die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens ein.
+++ 10:37 +++ Bilanz der letzten Stunden aus Polizeisicht: Brennende Autos und Barrikaden, Angriffe auf Beamte und Sicherheitsleute, Beschuss eines Polizeihubschraubers mit einer Leuchtrakete. Dazu immer wieder Straßenblockaden.
+++ 10:35 +++ US-Präsident Trump ist anscheinend noch nicht am Tagungsort eingetroffen.
+++ 10:31 +++ Die Hamburger Polizei hat einen Demonstrationszug zum Hamburger Hafen gestoppt. Ein Bündnis mehrerer linker Gruppen hatte zur Blockade der Hafen-Logistik aufgerufen.
+++ 10:25 +++ Bundeskanzlerin Merkel begrüßt die Staats- und Regierungschef am Tagungsort. In der ersten gemeinsamen Sitzung will sich die G20-Runde mit dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus beschäftigen, am Nachmittag geht es um Wachstum und Freihandel. Gegen 16 Uhr steht das erste persönliche Treffen von US-Präsident Trump und Russlands Staatschef Putin auf dem Programm. Trump freut sich schon darauf. Es gebe viel zu besprechen.
+++ 10:17 +++ EU-Kommissionspräsident Juncker kündigt eine angemessene und sofortige Reaktion der Europäer an, sollten die USA Strafzölle auf Stahlimporte verhängen. Er begrüßte Trump Bekenntnis zu den transatlantischen Beziehungen, das dieser in Polen gemacht hat. Darauf habe man lange gewartet. Die Frage sei jetzt, ob es sich um eine neue Politik oder nur um Worte handle.
+++ 10:11 +++ Wie über Großereignisse berichtet wird, wenn es zu Gewalt kommt - und wie darüber berichtet werden sollte, darüber wird heute Nachmittag in unserem Magazin @mediasres diskutiert.
+++ 10:06 +++ Die Polizei geht mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor, die Straßenkreuzungen blockieren.
Die Polizei räumt mit Wasserwerfern eine Sitzblockade von Demonstranten im Hamburger Schanzenviertel
Die Polizei räumt mit Wasserwerfern eine Sitzblockade von Demonstranten im Hamburger Schanzenviertel (dpa / Daniel Reinhardt)
+++ 10:00 +++ Offiziell beginnt der Gipfel jetzt. Die Blockaden von Straßenkreuzungen in Hamburg behindern allerdings die Anfahrt der G20-Gipfelteilnehmer. Einige Fahrzeugkolonnen seien aufgehalten worden, hieß es aus den Delegationen.
Aktivisten stehen in Hamburg vor Fahrzeugen der Indischen Regierungsdelegation.
G20-Gipfel: Aktivisten gelang es kurzzeitig, der Indischen Regierungsdelegation an der Fahrt zum Atlantik-Hotel zu hindern. (dpa / Markus Scholz )
EU-Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk kamen wegen der Demonstrationen zu spät zu einer Pressekonferenz am Tagungsort.
+++ 09:57 +++ Die globalisierungskritische Organisation Attac hat Bundeskanzlerin Merkel zum Auftakt des G20-Gipfels eine "zynische Inszenierung" vorgeworfen. Die CDU-Politikerin setze sich als "Anführerin der freien Welt" in Szene.
+++ 09:52 +++ Freunde des schwerkranken Friedensnobelpreisträgers Liu haben die Teilnehmer des G20-Gipfels in Hamburg dazu aufgefordert, sich für den 61-Jährigen einzusetzen.
+++ 09:49 +++ Nach der Krawallnacht gestern spricht die Polizei jetzt von mindestens 111 verletzten Beamten. 29 Menschen wurden festgenommen, 15 befinden sich in Gewahrsam.
+++ 09:20 +++ Bundesfinanzminister Schäuble hat wegen der angespannten Sicherheitslage in Hamburg einen Termin in der Innenstadt abgesagt. Er wollte beim "G20 Global-Classroom" mit Schülern aus mehreren Ländern diskutieren.
+++ 09:11 +++ US-Präsident Trump schreibt auf Twitter, sein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstagabend sei "großartig" gewesen.
+++ 09:05 +++ An den Landungsbrücken und am Berliner Tor versammeln sich hunderte Demonstranten, die einem Aufruf der Gruppe "Block G20" gefolgt sind. Diese hat erklärt, in die engste Sicherheitszone rund um den Tagungsort vordringen zu wollen. Polizisten setzten Schlagstöcke ein. Im Großraum Hamburg gibt es Verkehrsbehinderungen, weil mehrere Menschen auf Bahngleise gestiegen sind.
+++ 08:43 +++ Der Sprecher der Hamburger Polizei, Zill, rechtfertigt das harte Durchgreifen seiner Beamten bei der gestrigen "Welcome to Hell"-Demo. Er sprach im Deutschlandfunk von 3.500 Extremisten vor Ort, die zuvor schwerste Gewalttaten angekündigt hätten. Wenn diese Menschen sich plötzlich vermummen, sei das sozusagen die Vorbereitung von Straftaten.
+++ 8:40 +++ Die Polizei meldet neue Zwischenfälle. Über der Stadt stehen Rauchwolken, Hubschrauber kreisen am Himmel. Demonstranten versuchen wie angekündigt, die Anfahrt der Gipfelteilnehmer zu blockieren.
+++ 8:05 +++ Der Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Merz, hat im Deutschlandfunk die Bedeutung des G20-Gipfels betont. Es gebe ein verändertes Machtgefüge in der Welt, deswegen sei es wichtig, miteinander zu sprechen, sagte Merz im Deutschlandfunk. Der Präsident der Europäischen Linken, Gysi, übte dagegen scharfe Kritik am G20-Gipfel. Für die Treffen gebe es jedesmal einen irrsinnigen Aufwand, sagte er im Deutschlandfunk. Inhaltlich komme aber oft nichts dabei heraus.
(rm/fwa/mw)