
Das Stück hat das Kultmusical auf die sogenannte Ballroom-Kultur umgemünzt - eine ab den 1960er Jahren in New York entstandene, queere Subkultur der afro- und lateinamerikanischen LGBTQIA+-Community. In Wettkämpfen wird hier über Outfits und Tanz gerichtet und um Trophäen gerungen. Die sogenannten Balls waren ursprünglich ein Ort für Menschen, die anderswo nicht willkommen waren. Die Parallele zum Plot des Original-Stücks, in dem Straßenkatzen um die Wiedergeburt in ein neues, besseres Leben in einem Wettbewerb antreten, ist dabei unübersehbar. Die Charaktere sind geblieben, auch wenn man in den Kostümen nur noch Referenzen zum Original findet - Fellöhrchen, Krallen und ein paar Schwänze.
Das von Zhailon Levingston und Bill Rauch inszenierte Stück hat am Dienstag seine offizielle Broadway-Premiere im Broadhurst Theatre. Komponist Andrew Lloyd Webber zeigte sich nach Vorabvorführungen begeistert: "Selten habe ich erlebt, dass ein Publikum mit so viel Freude und Liebe reagiert. 'Cats' und die Ballroom-Kultur entstanden beide in derselben Ära und ich bin hocherfreut, dass sich ihre Wege all diese Jahre später nun erneut kreuzen."
Diese Nachricht wurde am 06.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
