
Der Rat der Europäischen Union bestätigte die Einigung, die Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments im Dezember gefunden hatten. 18 Länder votierten dafür, 6 dagegen, 3 enthielten sich - darunter Deutschland. Nun muss noch das Europäische Parlament zustimmen, dies gilt aber wegen des ausgehandelten Kompromisses als Formsache.
Künftig sollen dann Produkte aus bestimmten gentechnisch leicht veränderten Pflanzen keine Kennzeichnung mehr tragen müssen. Aufwändige Umweltprüfungen vor der Zulassung sollen entfallen. Wenn größere Eingriffe in das Erbgut vorgenommen wurden, gelten weiterhin strengere Auflagen. Befürworter erhoffen sich neue Pflanzenarten, die etwa Dürren besser standhalten und weniger Dünger benötigen. Umweltminister Schneider sprach im Dezember hingegen von einem schweren Fehler.
Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
