Ich hab schon einmal Beihilfe zum Schummeln geleistet. D.h. ich hab eine Klausur unter ner Toilette durchgeschoben, und die hat dann der andere mit reingenommen und abgegeben. Aber, ich muss dazu sagen, ich weiß nicht, ob ihm das wirklich weitergeholfen hat. Das Examen hat er immer noch nicht, und das ist ja letztendlich das, worauf es ankommt. Insofern ist es eher so ein Eigentor gewesen, weil hätte er die Klausur vielleicht von Anfang an nicht bestanden, hätte er vielleicht auch nicht weiterstudiert, und dann hätte er die ganzen Jahre, die er hier jetzt studiert hat, nicht vergeudet.
Wolfgang Luft:
Mein Name ist Wolfgang Luft, ich bin Geschäftsführer des volkswirtschaftlichen Prüfungsausschusses hier am wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Uni Bonn. Was vorkommt, sind die üblichen Täuschungsversuchsdinge, d.h. also Abschreiben oder Unterhalten mit dem Nebenmann oder der Nebenfrau, d.h. also lapidare Dinge, für die dann auch die geringst möglichen Sanktionen in aller Regel verhängt werden, d.h. die jeweilige Klausur wird für nicht bestanden erklärt.
Wilhelm Rütten:
Wilhelm Rütten, Professor für bürgerliches Recht an der Uni Bonn. Also wir erleben Schummeln in ganz verschiedenen Formen. Ich würde es bei Klausuren, wenn da mal jemand zum Nachbarn rüberlinst oder so, dann begnügt man sich sicher, den mal anzuschauen oder auch nur zu sagen "Setzen Sie sich wieder auf Ihren Platz" oder dergleichen. Aber etwas schwieriger ist es schon bei den Hausarbeiten. Wo dann ja auch schummeln vorkommt. Denn in den Hausarbeiten steckt ja doch sehr viel Arbeit, und wenn dann jemand von einem andern abschreibt, dann find ich das schon nicht mehr ganz ein Kavaliersdelikt.
Studentin:
Irgendwie bin ich drauf gekommen, dass es mir nicht eigentlich was bringt zu schummeln. Weil ich weiß dann nachher ja nicht mehr, wenn ich geschummelt hab. Und spätestens im Examen wird das rauskommen, ob ich was weiß oder nicht. Die Observer drücken da immer alle Augen zu. Also ich hab noch nicht erlebt, dass es aufgeflogen ist, wenn mal jemand geschummelt hat. Da ärgert man sich schon. Wenn man ehrlich ist und seine Leistungen im Vergleich zu denen, die schummeln, eigentlich dann schlechter bewertet wird.
Eckhart Oehlenschläger:
Mein Name ist Eckhart Oehlenschläger. Ich hab hier im germanistischen Seminar an der Uni Bonn die Funktion, die mit dem schönen alten Titel Kustos bezeichnet wird, in Wirklichkeit ist das eine Art sagen wir mal Institutionsmanagement. Ich denke, wir haben nicht – als Seminar schon gar nicht – die Möglichkeit, weitereichende Sanktionen zu verhängen. Die Arbeit, bei dem ein Täuschungsversuch, wie man das nennt, stattgefunden hat, ist natürlich dann hinfällig, kann nicht bewertet werden oder wird eben mit 6 bewertet, wie auch immer.
Student:
Ja, bei der BGB-Klausur im ersten Semester hat das geklappt. Aber ich hab es schon in der Schule in Latein nicht geschafft zu pfuschen, deswegen lass ich es lieber sein. Ich bin der Meinung, entweder mit wehenden Fahnen untergehen oder den vollen Erfolg haben.
Wolfgang Luft:
Mein Name ist Wolfgang Luft, ich bin Geschäftsführer des volkswirtschaftlichen Prüfungsausschusses hier am wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich der Uni Bonn. Was vorkommt, sind die üblichen Täuschungsversuchsdinge, d.h. also Abschreiben oder Unterhalten mit dem Nebenmann oder der Nebenfrau, d.h. also lapidare Dinge, für die dann auch die geringst möglichen Sanktionen in aller Regel verhängt werden, d.h. die jeweilige Klausur wird für nicht bestanden erklärt.
Wilhelm Rütten:
Wilhelm Rütten, Professor für bürgerliches Recht an der Uni Bonn. Also wir erleben Schummeln in ganz verschiedenen Formen. Ich würde es bei Klausuren, wenn da mal jemand zum Nachbarn rüberlinst oder so, dann begnügt man sich sicher, den mal anzuschauen oder auch nur zu sagen "Setzen Sie sich wieder auf Ihren Platz" oder dergleichen. Aber etwas schwieriger ist es schon bei den Hausarbeiten. Wo dann ja auch schummeln vorkommt. Denn in den Hausarbeiten steckt ja doch sehr viel Arbeit, und wenn dann jemand von einem andern abschreibt, dann find ich das schon nicht mehr ganz ein Kavaliersdelikt.
Studentin:
Irgendwie bin ich drauf gekommen, dass es mir nicht eigentlich was bringt zu schummeln. Weil ich weiß dann nachher ja nicht mehr, wenn ich geschummelt hab. Und spätestens im Examen wird das rauskommen, ob ich was weiß oder nicht. Die Observer drücken da immer alle Augen zu. Also ich hab noch nicht erlebt, dass es aufgeflogen ist, wenn mal jemand geschummelt hat. Da ärgert man sich schon. Wenn man ehrlich ist und seine Leistungen im Vergleich zu denen, die schummeln, eigentlich dann schlechter bewertet wird.
Eckhart Oehlenschläger:
Mein Name ist Eckhart Oehlenschläger. Ich hab hier im germanistischen Seminar an der Uni Bonn die Funktion, die mit dem schönen alten Titel Kustos bezeichnet wird, in Wirklichkeit ist das eine Art sagen wir mal Institutionsmanagement. Ich denke, wir haben nicht – als Seminar schon gar nicht – die Möglichkeit, weitereichende Sanktionen zu verhängen. Die Arbeit, bei dem ein Täuschungsversuch, wie man das nennt, stattgefunden hat, ist natürlich dann hinfällig, kann nicht bewertet werden oder wird eben mit 6 bewertet, wie auch immer.
Student:
Ja, bei der BGB-Klausur im ersten Semester hat das geklappt. Aber ich hab es schon in der Schule in Latein nicht geschafft zu pfuschen, deswegen lass ich es lieber sein. Ich bin der Meinung, entweder mit wehenden Fahnen untergehen oder den vollen Erfolg haben.