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Warnstreiks bei der Bahn
Lokführergewerkschaft GDL ruft zum Ausstand auf

Die Lokführergewerkschaft GDL hat zu einem 20-stündigen Warnstreik aufgerufen.

    Eine Kreuzungsweiche in der Nähe des Bahnhofs in Wismar, aufgenommen am Montag (21.04.2008).
    Bei der Bahn stehen die Weichen auf Warnstreik (picture-alliance/ dpa / Jens Büttner)
    Wie die GDL am Abend mitteilte, soll der Ausstand morgen Abend um 22 Uhr beginnen und am Donnerstag um 18.00 Uhr enden. Die Gewerkschaft will damit ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen. Der Unmut der Beschäftigen sei groß,
    erklärte der GDL-Vorsitzende Weselsky. Die Deutsche Bahn reagierte mit Unverständnis. Dieser Streik sei völlig unnötig, sagte Personalvorstand Seiler. Das Unternehmen erstellt einen Notfahrplan. Das Angebot an Fahrten werde stark reduziert, dafür würden Züge mit mehr Sitzplätzen eingesetzt, hieß es in einer Mitteilung. Dennoch könne eine Mitfahrt nicht garantiert werden. Fahrgäste, die ihre für die kommenden beiden Tage geplanten Reisen verschieben wollten, könnten ihre Tickets zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Alternativ könnten sie eine für morgen vorgesehene Fahrt früher am Tag antreten. Die Bahn hatte in dem Tarifstreit ein Angebot über elf Prozent mehr Lohn sowie eine Inflationsprämie von bis zu 2.850 Euro bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorgelegt. Die Gewerkschaftsseite hatte 555 Euro mehr Lohn pro Monat sowie eine Arbeitszeitverkürzung für Schichtarbeiter von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich verlangt. Für Donnerstag war die nächste Beratungsrunde geplant.
    Diese Nachricht wurde am 14.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.