Ärmelkanal
London und Paris verlängern Abkommen zur Bekämpfung irregulärer Migration

Frankreich und Großbritannien haben erneut ein Abkommen vereinbart, um gegen irreguläre Migration über den Ärmelkanal vorzugehen.

    Flüchtlinge in einem viel zu kleinen Boot überqueren den Ärmelkanal von Frankreich nach England. Im Hintergrund ist ein Containerschiff zu sehen, 2023.
    Die Migrationsroute über den Ärmelkanal gilt als gefährlich (Archivbild). (picture alliance / empics / Gareth Fuller)
    Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, sieht die Vereinbarung vor, dass Frankreich die Zahl seiner Sicherheitskräfte an der Küste bis zum Jahr 2029 um mehr als die Hälfte auf 1400 Beamte erhöht. Zur Überwachung sollen auch Drohnen, Hubschrauber und verbesserte Kamerasysteme eingesetzt werden. Großbritannien soll rund 760 Millionen Euro bereitstellen. Ein Teil der Summe ist nach Angaben der britischen Regierung allerdings daran geknüpft, wie erfolgreich die Maßnahmen sind.
    Seit Jahren überqueren viele Migranten von Nordfrankreich aus in kleinen Booten den Ärmelkanal, um nach Großbritannien zu gelangen. Laut AFP starben im vergangenen Jahr mindestens 29 Menschen bei dem Versuch, die britische Küste zu erreichen.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.