OECD-Studie
Long Covid belastet Gesundheitssysteme weiterhin

Auch wenn die Zahl der Betroffenen zurückgeht, leiden weltweit noch immer Millionen Menschen an Long Covid. Eine OECD-Studie geht davon aus, dass die Erkrankung die Gesundheitssysteme bis 2035 jährlich circa elf Milliarden US-Dollar kostet.

    Ein Mensch mit Mütze schläft erschöpft in seinem Bett.
    Chronische Erschöpfung ist eine Folge von Long Covid. (imago / Westend61 / Anastasiya Amraeva)
    Zudem wirke sich Long Covid negativ auf die Wirtschaft aus. So würden bis zu zehn Prozent der Patienten im ersten Jahr ihrer Erkrankung langfristig in ihrem Job ausfallen. DerOECD-Bericht geht deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten zwischen 0,1 und 0,2 Prozent geringer ausfällt. Das wäre "eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft", schreiben die Autoren.

    Mehr als 70 Millionen Menschen 2021 von Long Covid betroffen

    Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie 2021 seien mehr als fünf Prozent der Bevölkerung aus den OECD-Staaten von der Krankheit betroffen gewesen. Das sind ungefähr 75 Millionen Menschen. Seitdem ist die Zahl von Long-Covid- Patienten zurückgegangen. Circa 0,6 bis 1 Prozent der Bevölkerung sind weiterhin an der Infektion erkrankt. Die Gesundheitskosten seien somit zwar gesunken, "bleiben aber weiterhin beträchtlich", so die Autoren.
    Bei Long Covid leiden Betroffene unter chronischer Erschöpfung, kognitiven Dysfunktionen oder Kurzatmigkeit.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.