
Mit ihm wachse die noch junge Luchs-Population im Thüringer Wald weiter. Zudem soll mit den Auswilderungen die Population der Pinselohren in Mitteleuropa besser miteinander vernetzt und so gestärkt werden. Dabei gilt der Thüringer Wald laut BUND als "Trittstein", um die Bestände im Harz und im Bayerischen Wald miteinander zu verbinden. Erste Erfolge seien bereits sichtbar – im vergangenen Jahr habe man Zuwanderungen aus dem bayerischen Raum verbuchen können.
Auch im Harz ist ein seit dem 2000 laufendes Wiederansiedlungsprojekt nach Einschätzung von Fachleuten bisher erfolgreich verlaufen. Dort wurden zuletzt rund 90 Luchse verzeichnet, bei denen es sich zum Teil um den Nachwuchs von rund 20 ausgewilderten Tieren handelt. Vor dem Start des Projekts im Harz im Jahr 2000 gat der Luchs in Deutschland etwa 200 Jahre lang als ausgestorben. Auch heute sind die nach wie vor bedrohten Wildkatzen streng geschützt.
Der nun im Thüringer Wald freigelassene Luchs stammt laut BUND aus Rumänien, wo er mittels einer Lebendfalle gefangen worden sei. Vor seiner Auswilderung statteten Projektmitarbeiter das fünf bis sechs Jahre alte Tier mit einem Halsbandsender aus, mit dem sein Standort nachverfolgt werden kann. Nach einem Jahr soll der Sender automatisch abfallen.
Diese Nachricht wurde am 21.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
