Donnerstag, 19. Mai 2022

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Ludwigsburger Schlossfestspiele 2014
Otto Lechner trifft Joseph Haydn

Er ist blind und unternimmt seine Abenteuerreisen daher mit einem Akkordeon in den unendlichen Weiten der Musik. Mal spielte Otto Lechner zusammen mit Josef Hader, mal mit Joe Zawinul oder Dhafer Youssef, und immer wieder zieht es ihn zum Dichter Franz Kafka. In Ludwigsburg trat der Musiker in einen spannenden Dialog mit Joseph Haydn.

Am Mikrofon: Sylvia Systermans | 06.07.2016

Der blinde österreichische Akkordeonspieler und Komponist Otto Lechner posiert mit seinem Akkordeon am 11.04.2013 in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) bei Proben für ein Konzert mit dem "casalQuartett" auf der Bühne des Robert-Schumann-Saals
Hält berührende musikalische Zwiesprache mit Haydn: Otto Lechner (picture-alliance / dpa / Horst Ossinger)
Und das geht so: Das Casal Quartett, das derzeit wohl 
besten Schweizer Streichquartett, interpretiert die frühen Juwelen der Kammermusik notengetreu und mit tiefster Empfindung; hierauf nimmt Otto Lechner ein zunächst scheues, dann intimer werdendes Gespräch mit dem Original auf und umkreist, befragt, erforscht diese perfekte Musik auf die zarteste und respektvollste Weise. Durch diesen lebendigen und berührenden Dialog werden wir daran erinnert, wie heutig Haydn ist.
Joseph Haydn
Streichquartett G-Dur, op. 76/1
Streichquartett, d-Moll, op. 76/2
Streichquartett C-Dur, op. 76/3
Otto Lechner
Improvisationen
Casal Quartett
Otto Lechner, Akkordeon
Aufnahme vom 24. Juli 2014 im Ordenssaal des Residenzschlosses Ludwigsburg