Tarifkonflikt weitet sich aus
Lufthansa-Flugbegleiter streiken am Mittwoch und Donnerstag

Fluggäste der Lufthansa müssen sich auf weitere Streiktage mit Ausfällen und Verspätungen einstellen. Im Tarifstreit hat nach der Pilotengewerkschaft nun auch die Kabinengewerkschaft UFO erneut zum Ausstand aufgerufen.

    Menschen stehen vor einer Anzeigetafel mit gestrichenen Flügen der Lufthansa am Frankfurter Flughafen.
    Piloten- und Flugbegleiterstreik bei der deutschern Lufthansa-Gruppe (Hannes P. Albert / dpa / Hannes P Albert)
    Flugbegleiter der Lufthansa sollen demnach am Mittwoch und Donnerstag ihre Arbeit niederlegen. Betroffen ist auch die Lufthansatochter Cityline. UFO-Chef Vázquez Bürger sagte, es gebe keinen besseren Zeitpunkt und Ort des Protests als den geplanten Festakt zum 100. Jahrestag der ersten Lufthansa mit Bundeskanzler Merz an diesem Mittwoch. "Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert - und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden", betonte Vázquez Bürger.
    Heute und morgen streiken bereits die Pilotinnen und Piloten des Lufthansa-Konzerns. Nach Angaben ihrer Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" wurden inzwischen mehr als 700 Flüge gestrichen. Der Luftfahrtkonzern kritisierte den Aufruf als "völlig neue Stufe der Eskalation".
    Beim Kabinenpersonal geht es unter anderem um soziale Absicherungen. Bei den Piloten gibt es nach wie vor keine Einigung zur betrieblichen Altersvorsorge.
    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.