
Ab Samstag würden die 27 Flugzeuge von Cityline endgültig aus dem Programm genommen, um weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft zu reduzieren, teilte der Konzern mit. Zur Begründung wurde auf die gestiegenen Kerosinkosten und Belastungen durch aktuelle Arbeitskämpfe verwiesen. Bisher sollte Cityline den Betrieb erst 2028 einstellen.
Personalchef Niggemann hatte die Gewerkschaften der
Piloten (VC) und der Flugbegleiter (UFO) gewarnt: "Jeder Streik
verkleinert die betroffenen Fluggesellschaften."
Piloten (VC) und der Flugbegleiter (UFO) gewarnt: "Jeder Streik
verkleinert die betroffenen Fluggesellschaften."
UFO kritisierte die Maßnahme als skrupellos. Ein Vertreter sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters von einem Krieg der Unternehmensführung gegen die eigenen Leute.
Weitere Streiks bei der Lufthansa
Derweil wurde der Flugbetrieb der Lufthansa den vierten Tag in Folge durch Streiks seines Personals beeinträchtigt. So wurden etwa an den Flughäfen in Frankfurt am Main und in München die meisten Verbindungen gestrichen. Als weiterer großer Standort ist auch der Hauptstadtflughafen BER betroffen. Auch bei Flügen der Tochtergesellschaften Cityline und Eurowings kommt es zu Engpässen.
Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte die Lufthansa-Piloten von heute bis morgen Abend zum Ausstand aufgerufen. Sie hatten bereits am Montag und Dienstag die Arbeit niedergelegt. Der Versuch einer Schlichtung zwischen dem Unternehmen und der Piloten-Gewerkschaft war gestern gescheitert. In dem Tarifstreit geht es um die Höhe der Betriebsrenten.
Der Streik des Kabinenpersonals, der gestern begann, soll bis heute Abend dauern. Auch hier kam es zu keiner Einigung mit der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation. Es geht um einen neuen Manteltarifvertrag.
Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
