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Brasilien
Lula unterzeichnet Ausweisung sechs neuer Indigenen-Gebiete

Brasiliens Präsident Lula da Silva hat sechs neue Indigenen-Gebiete ausgewiesen.

    Das Bild zeigt den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva zusammen mit Raoni Metuktire, dem Häuptling des Kayapo-Volkes. Beide tragen traditionellen Kopfschmuck aus Federn.
    Brasiliens Präsident Lula da Silva hat sechs neue Indigenen-Gebiete ausgewiesen. (AFP / CARL DE SOUZA)
    Er unterzeichnete zum Abschluss eines Treffens mit Ureinwohnern in der Hauptstadt Brasília ein entsprechendes Dekret. Dieses garantiert den Angehörigen der indigenen Völker die ausschließliche Nutzung der natürlichen Ressourcen in
    diesen Gebieten. Zwei der sechs neuen Reservate befinden sich im Amazonas.
    Lula betonte, wenn man bis 2030 keine Entwaldung wolle, brauche man anerkannte indigene Gebiete. Weitere seien bereits in Planung.
    Der letzten Volkszählung aus dem Jahr 2010 zufolge leben rund 800.000 Indigene in Brasilien, die meisten von ihnen in Reservaten. Unter der Regierung des rechtsradikalen Präsidenten Bolsonaro war die Zuteilung von Land an Indigene ins Stocken geraten.
    Diese Nachricht wurde am 29.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.