
Demnach gaben fast 90 Prozent der rund 750 Bühnenschaffenden an, dass sie persönlich schon mit Machtmissbrauch konfrontiert gewesen seien. Fast in jedem zweiten Fall seien die meist verbalen Übergriffe von der künstlerischen Leitung, also den Intendantinnen und Intendanten, ausgegangen, aber auch von anderen Personen, die mehrheitlich in Leitungspositionen arbeiteten.
Vorwürfe von Machtmissbrauch an deutschen Bühnen gab es in den vergangenen Jahren häufiger. Zuletzt wurde öfter über Strukturen an Theatern, befristete Verträge und die Macht der Intendanz gesprochen. Unsichere Arbeitsverhältnisse tragen dazu bei, dass Vorwürfe mitunter nicht öffentlich werden oder anonym bleiben.
Diese Nachricht wurde am 29.06.2023 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.
