Französischer Präsident
Macron nach Syrien gereist - als erster Staatschef eines EU-Landes nach Assad-Sturz

Der französische Präsident Macron ist zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. Er ist der erste hochrangige westliche Staatschef, der das Land seit dem Ende der Assad-Diktatur im Jahr 2024 besucht.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron (links) wird bei seiner Ankunft zu einem Staatsbesuch am internationalen Flughafen von Damaskus von dem syrischen Außenminister Asaad al-Shaibani (rechts) begrüßt.
    Der französische Präsident Macron ist zu einem Besuch in Syrien eingetroffen. (AFP / LUDOVIC MARIN)
    Syriens Außenminister al-Schaibani empfing Macron nach dessen Landung am Flughafen in der Hauptstadt Damaskus, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete. Vorgesehen sind laut dem Pariser Élysée-Palast bei der zweitägigen Reise mehrere Arbeitsessen und Gespräche mit Übergangspräsidental-Scharaa, Treffen mit Akteuren der syrischen Zivilgesellschaft und ein Wirtschaftsforum zum Wiederaufbau Syriens und zu strategischen Korridoren. Gemeinhin werden darunter Möglichkeiten einer Kooperation verstanden.
    Der Besuch Macrons unterstreicht den geopolitischen Wandel Syriens unter al-Sharaa. Der ehemalige Rebellenführer hatte nach der Machtübernahme die Nähe zu westlichen Ländern und zu Staaten im Nahen Osten gesucht. Dies soll auch den Wiederaufbau des Landes nach 13 Jahren Bürgerkrieg vorantreiben.
    Im Anschluss an den Besuch Syriens reist Macron zum NATO-Gipfel im türkischen Ankara.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.