Davos
Macron: Welt erlebt Abkehr von internationalem Recht - Europa muss sich entschlossen gegen Zolldrohungen wehren

Der französische Präsident Macron hat vor einer globalen Abkehr von Regeln und internationalem Recht gewarnt.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos
    Der französische Präsident Emmanuel Macron spricht auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos (AFP / FABRICE COFFRINI)
    In einer Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Macron, es finde gerade ein Wandel statt hin zu einer Welt, in der das ‌Völkerrecht mit Füßen getreten werde und das einzig geltende Gesetz das Recht des Stärkeren sei. Macron sprach von einer Rückkehr imperialer Ambitionen. Vor dem Hintergrund des Streits um Grönland kritisierte er die Drohungen der USA mit neuen Zöllen. Dieser aggressive Handelsdruck ziele darauf ab, Europa zu schwächen und zu kontrollieren, sagte Macron. Die Europäische Union forderte er dazu auf, dem entschlossen entgegenzutreten. Sie habe dafür ein mächtiges Instrument, betonte Macron. Er sprach damit die Rechtsgrundlage an, auf der die EU mit Gegenmaßnahmen auf wirtschaftlichen Zwang durch Drittstaaten reagieren kann.
    Ein angedachtes G7-Treffen mit Russland am Donnerstag in Paris werde nicht stattfinden, sagte Macron der Nachrichtenagentur AFP.
    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.