Venezuela
Maduro wird einem Richter in New York vorgeführt - Trump droht Übergangspräsidentin Rodriguez

Der bei einem US-Militäreinsatz gefangen genommene Staatschef Venezuelas, Maduro, wird heute einem Richter vorgeführt.

    Ein gepanzertes Fahrzeug kommt an der Zentrale der US Drug Enforcement Administration (DEA) in Manhattan an.
    Venezuelas Präsident Maduro wurde in die USA gebracht und unter anderem wegen "Drogenterrorismus" angeklagt. (AFP / BRYAN R. SMITH)
    Wie das zuständige Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Manhattan mitteilte, werden ihm bei dem Termin die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte eröffnet. Maduro und seiner Frau soll in den USA unter anderem wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
    In Caracas wurde Maduros Stellvertreterin Rodriguez vom Obersten Gerichtshof zur Übergangspräsidentin ernannt. Das Militär sicherte ihr seine Unterstützung zu. Rodriguez wies Führungsansprüche der USA über Venezuela zurück. Ihr Land werde nie wieder eine Kolonie, egal von welchem Imperium, erklärte sie. Die USA erklärten zwar ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit, formulierten aber zugleich erneut Drohungen. So warnte US-Präsident Trump Rodriguez im Magazin "The Atlantic", sie werde "wahrscheinlich einen höheren Preis als Maduro bezahlen müssen, wenn sie nicht das Richtige tue".
    Die EU rief dazu auf, nach dem Sturz Maduros den Willen des venezolanischen Volkes zu respektieren und die Demokratie wieder herzustellen. Dies sei der einzige Weg, um die Krise friedlich zu lösen, schrieb die Außenbeauftragte Kallas in einer Stellungnahme, die von 26 EU-Staaten unterstützt wird.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.