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Magellans feuriges Ende

Missionen zu Planeten sind teure Projekte. Nach jahrelanger Planung folgt dann die Mission selbst und kann ein Erfolg sein - oder ein Fehlschlag. Nach dem Ende einer Mission ist es oft ungewiss, ob eine weitere folgen wird. Deshalb nutzen Forscher jede Datenübertragung bis in die letzten Stunden der Raumsonden.

Von Damond Benningfield |
    Ein Beispiel hierfür ist die Mission Magellan, mit der man unseren Nachbarplaneten Venus erforschte. Da sie in eine dichte Wolkendecke gehüllt ist, können wir ihre Oberfläche aus nicht sehen. 1990 ging die Magellan in eine Umlaufbahn um die Venus. Mit Hilfe leistungsstarker Radargeräte konnte man durch die Wolkendecke blicken. Auf diese Weise gelang es, 98 Prozent der Venusoberfläche zu kartografieren. Man erkannte riesige Vulkane, breite Canyons, ein Netz von Rissen im Boden und große Gesteinskuppeln, die durch geschmolzenes Gestein unter der Oberfläche nach oben gedrückt wurden.

    1994 wurde Magellan langsam altersschwach. Forscher fanden jedoch eine neue Verwendung für die Sonde, um an weitere Informationen zu gelangen. Sie senkten die Flughöhe der Magellan ab, damit sie noch Daten über das Feld der Schwerkraft und über die obere Atmosphäre liefern konnte. Für die Änderung der Umlaufbahn setzten sie die Technik des Aerobreaking ein - zu deutsch Luftbremsung. Das war so erfolgreich, dass man dies auch bei zwei späteren Missionen zum Mars nutzte, um die Umlaufbahnen der Sonden exakt zu steuern.

    Schließlich tauchte Magellan so tief ab, dass die Atmosphäre sie nach unten zog. Am 12. Oktober 1994 verlor man den Kontakt zur Sonde. Forscher vermuten, dass sie am darauf folgenden Tag verglühte.