Mittwoch, 29. Juni 2022

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Magensäureblocker
Forscher: Nicht nachweislich verantwortlich für Allergien

Die Rate an Allergiemedikamenten sei zwar gestiegen, kommentiert der Gastroenterologe und Hepatologe Tobias Goeser die Ergebnisse einer Studie zu Magensäureblockern. Aber man wisse nicht, warum die Hemmer und die Allergiemedikamente eingenommen worden seien - er zweifelt deshalb die Aussagekraft der Studie an.

Tobias Goeser im Gespräch mit Carsten Schroeder | 06.08.2019

"Bei Sodbrennen und saurem Aufstoßen" steht auf einer Verpackung von Tabletten gegen Sodbrennen, Aufstoßen oder Magenschmerzen.
Einen Zusammenhang von Magensäureblockern und Allergien sieht Tobias Goeser nicht. Er mahnt aber generell zu einen umsichtigen Umgang mit den Medikamenten. (picture alliance / Susann Prautsch/dpa)
Tobias Goeser, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie der Uniklinik Köln, widersprach so der Darstellung von Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien, die im Dlf einen hoch signifikanten Zusammenhang zwischen Magenschutz-Medikamenten und Allergieentwicklungen beschrieben hat.
Goeser rät unabhängig davon dazu, dass solche hochwirksamen Magensäureblocker nur für eine begrenzte Zeit eingesetzt werden dürften und nur für Partienten, die es benötigen. Würden diese starken Medikamente zu lange eingesetzt, würde in vielen Fällen nach dem Absetzen eine noch stärkere Magensäurenbildung einsetzen, die dann erst recht Beschwerden auslösen würde.
Das komplette Interview mit Prof. Dr. med. Tobias Goeser, Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie der Uniklinik Köln, können Sie im Audio nachhören.