
Er sagte in Budapest, die Ungarn hätten für einen Regimewechsel gestimmt. Der Platz des Landes sei in Europa. Zugleich versprach Magyar, die künftige Regierung werde alle Ungarn repräsentieren. Als eine der ersten Maßnahmen kündigte er Schritte gegen Korruption an. Zudem werde man die Gewaltenteilung wiederherstellen.
Die pro-europäische Tisza-Partei von Magyar hatte sich gestern deutlich gegen die Fidesz-Partei des langjährigen Regierungschefs Orbán durchgesetzt. Sie wird im Parlament künftig eine Zwei-Drittel-Mehrheit stellen. Damit kann sie die Verfassung ändern und weitreichende Reformen anstoßen.
Magyar forderte Staatspräsident Sulyok auf, das neue Parlament so schnell wie möglich zusammentreten zu lassen. Man habe keine Zeit zu verlieren.
Die EU und die Bundesregierung begrüßten den Wahlausgang. Bundeskanzler Merz sprach von einem klaren Zeichen gegen den Rechtspopulismus auf der ganzen Welt. Zudem äußerte er die Hoffnung auf eine konstruktivere Zusammenarbeit innerhalb der EU.
Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
