Ungarn
Magyar wirft Oligarchen aus Orbán-Umfeld Kapitalflucht vor

Ungarns designierter Ministerpräsident Magyar hat Oligarchen aus dem Umfeld des abgewählten Premiers Orbán vorgeworfen, Vermögenswerte ins Ausland zu transferieren.

    Peter Magyar gestikuliert bei einer Rede in Budapst am Tag nach seinem Wahlssieg über Viktor Orbán.
    Der designierte Ministerpräsident in Ungarn, Magyar (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Denes Erdos)
    Magyar erklärte am Wochenende in Videos in den Sozialen Medien, das Geld werde unter anderem in die Vereinigten Arabischen Emirate, Uruguay oder die USA verlagert. Er rief die Staatsanwaltschaft und den Zoll dazu auf, einzuschreiten. Die ungarische Nationale Steuer- und Zollverwaltung habe auf der Grundlage von Meldungen der Banken bereits mehrere hochvolumige Überweisungen ausgesetzt. Der Schaden für das ungarische Volk liege in Höhe von Dutzenden von Milliarden Forint. Eine Milliarde Forint entspricht ungefähr 2,7 Millionen Euro. Belege für seine Vorwürfe legte Magyar nicht vor.
    Der britische ”Guardian” berichtet allerdings ebenfalls, dass Mitglieder aus dem Umfeld von Orban uns einer Fidesz-Partei damit begonnen hätten, ihr Vermögen ins Ausland zu bringen. Der Reichtum werde in Länder im Nahen Osten verlegt - Saudi-Arabien, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate -, während andere Australien und Singapur im Visier haben, sagten drei Quellen aus der Partei.
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.