Westafrika
Mali: 50 Soldaten bei Angriffen von Dschihadisten und Separatisten getötet

In Mali sind bei einem Angriff von Dschihadisten und Separatisten mindestens 50 Soldaten getötet worden.

    Tuareg-Rebellen fahren in einem Pick-up-Konvoi über staubige Straßen an einer Moschee in Kidal vorbei.
    Tuareg-Rebellen der Azawad-Befreiungsfront (FLA) im April 2026 in Kidal. Das malische Militär hatte die Stadt erst 2023 von den Tuareg zurückerobert und dies als großen Erfolg verbucht. (AFP / -)
    24 weitere seien gefangen genommen worden, teilte das Militär mit. Die Angreifer attackierten einen Konvoi, der aus der strategisch wichtigen Stadt Anefis im Norden des Landes herausfuhr. In dem westafrikanischen Staat gibt es seit Ende April koordinierte Attacken der islamistischen Terrorgruppe JNIM und der Tuaregmiliz FLA, die sich bis dahin eher bekämpft hatten. JNIM ist der Zweig des Terrornetzwerks Al-Kaida im Sahel.
    In Mali herrscht seit einem Putsch im Jahr 2020 eine Militärregierung. Analysten zufolge haben die Gruppierungen ein Zweckbündnis gebildet, um die Junta in Bamako weiter zu schwächen.
    Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.