Westafrika
Malische Armee schlägt Angriffe von Islamisten zurück

Im Norden Malis haben Dschihadisten und Separatisten mehrere Städte angegriffen. Das Militär des westafrikanischen Landes sprach in einer kurzen Mitteilung unter anderem von bewaffneten Zwischenfällen in Gao, dem ehemaligen Bundeswehrstandort, sowie drei weiteren Städten. Inzwischen sei die Lage vollständig unter Kontrolle.

    Tuareg-Rebellen fahren in einem Pick-up-Konvoi über staubige Straßen an einer Moschee in Kidal vorbei.
    Tuareg-Rebellen der Azawad-Befreiungsfront (FLA) im April 2026 in Kidal. Das malische Militär hatte die Stadt erst 2023 von den Tuareg zurückerobert und dies als großen Erfolg verbucht. (AFP / -)
    Mehr als 20 Terroristen seien getötet worden. Russland, der wichtigste Verbündete der seit 2020 in Mali regierenden Militärjunta, bezeichnete die Angriffe als Putschversuch.
    Seit Ende April gibt es koordinierte Attacken der islamistischen Terrorgruppe JNIM und der Tuaregmiliz FLA, die sich bis dahin eher bekämpft hatten. JNIM ist der Zweig des Terrornetzwerk Al-Kaida im Sahel. Analysten zufolge haben die Gruppierungen ein Zweckbündnis gebildet, um die Militärregierung in Bamako weiter zu schwächen. Bereits Ende April hatten sie bei einem ähnlichen Vorstoß den Verteidigungsminister getötet und mit der Junta verbündete russische Soldaten aus der nördlichen Stadt Kidal vertrieben.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.