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StartseiteCorso"Man muss nicht mehr ins Kino, um sich zu küssen"13.06.2013

"Man muss nicht mehr ins Kino, um sich zu küssen"

Cornelia Klauß vom Bundesverband kommunale Filmarbeit im Corso-Gespräch

"Kino ist ein Erlebnis", sagt Cornelia Klauß vom Bundesverband kommunale Filmarbeit. Das sollte man in Zeiten, in denen der Griff zum Film im Netz weit verbreitet ist, immer wieder aufzeigen. Kinos müssten sich neuen Kommunikationsformen stellen, um heute ein junges Publikum zu gewinnen.

Mit Adalbert Siniawski

Immer weniger Jugendliche gehen ins Kino. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
Immer weniger Jugendliche gehen ins Kino. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)
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Adalbert Siniawski: Das gute, alte Kino verändert sich in einem rasenden Tempo. Arthouse-Regisseure experimentieren mit 3-D-Filmen, Kinobetreiber motten ihre alten Projektoren ein und rüsten auf Digitaltechnik um, immer mehr kleine Lichtspieltheater gehen dabei unter und das junge Publikum bevorzugt dann doch das Heimkino zu Hause. Wie steht es nun um die Kinobranche? Welche Trends zeichnen sich aktuell ab? Und wie kann man das Kulturgut Kino erhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 9. Bundeskongress der kommunalen Kinos, der morgen im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main beginnt. Zugeschaltet aus Berlin ist nun die medienpolitische Sprecherin Cornelia Klauß. Hallo.

Cornelia Klauß: Guten Tag!

Siniawski: In den Vorträgen geht es nicht nur um die Krise der kleinen Filmtheater, sondern auch um neue Ansätze, das Publikum wieder in den Saal zu locken. Zum Beispiel, das sogenannte Cinema-on-Demand. Worum geht es dabei?

Klauß: Na, Cinema-on-Demand ist noch ein ganz junges Konzept und das ist noch in der Experimentierphase. Da geht es darum, die sozialen Netzwerke zu nutzen, also das, wo das junge Publikum, das dem Kino insgesamt auch ein bisschen verloren geht, zu aktivieren und da abzuholen, wie man so schön sagt, wo es eh den ganzen Tag drin unterwegs ist und über diese Plattform Filmwünsche zu äußern und über diese Plattform sich zusammenzufinden. Kinos, wie sie richtig sagen, müssen sich verändern, müssen sich auch stellen, den neuen Kommunikationsformen. Dieser Kelch geht natürlich an den kommunalen Kinos auch nicht vorbei. Und es ist ja auch wichtig, dass man mit seinem Publikum auch wieder eine andere Art von Ansprache, von Kommunikation, von Partizipation hat. Das muss ja auch ein Programm nicht komplett aus den Angeln heben, aber das kann quasi in so Einzelfällen schon für Kinos ein interessantes Konzept sein, über so eine Plattform sich da auch Ideen und ein Publikum neu zu generieren.


Das vollständige Gespräch mit Cornelia Klauß können Sie mindestens bis zum 13. Oktober in unserem Audio-on-Demand-Player hören.

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