Strépy-Bracquegnies
Mann wegen Todesfahrt von 2022 zu 27 Jahren Haft verurteilt worden

In Belgien ist ein Mann zu 27 Jahren Haft verurteilt worden, der vor vier Jahren seinen Wagen absichtlich in eine Menschenmenge gelenkt hatte.

    Ein Einsatzwagen der Polizei steht am Unglücksort im belgischen Strépy-Bracquegnies.
    Strépy-Bracquegnies in Südwest-Belgien: Das Auto war an Karneval in eine Menschengruppe gefahren. (Carole Heymans/BELGA/dpa)
    Wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete, hatte ihn ein Gericht zuvor wegen der vorsätzlichen Tötung in sieben Fällen und versuchten Tötung in 79 Fällen schuldig gesprochen. Der Mann war im März 2022 bei einer Karnevalsveranstaltung in Strépy-Bracquegnies in eine Gruppe Menschen gefahren. Neben den Toten gab es auch Dutzende Verletzte.
    Das Gericht begründete das Strafmaß demnach mit der extremen Schwere der Tat. Der Angeklagte habe eine tiefe Verachtung für das menschliche Leben an den Tag gelegt. Gegen die Entscheidung können noch Rechtsmittel eingelegt werden.
    Der Fahrer war bei der Tat angetrunken. Der Mann soll sich darüber hinaus im Internet selbst als Raser bezeichnet haben. Ein terroristischer Hintergrund war ausgeschlossen worden.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.