Ostafrika
Marburg-Virus: Ausbruch in Äthiopien laut Weltgesundheitsorganisation eingedämmt

Der Ausbruch des Marburg-Virus in Äthiopien ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation eingedämmt. Es seien seit über einem Monat keine neuen Fälle aufgetreten. Mitte November waren 14 Infektionen bestätigt worden, neun Menschen starben in der Folge.

    Gelb angefärbte Marburg-Viren sehen unter dem Elektronenmikroskop aus, wie ein Noppenschwamm. Sie besiedeln eine befallen Wirtszelle in Blau.
    Gelb angefärbte Erreger unter dem Mikroskop: das Marburg-Virus (IMAGO / BSIP)
    Betroffen war eine Region im Süden Äthiopiens an der Grenze zum Südsudan. Es war der erste dokumentierte Ausbruch des Marburg-Virus in dem ostafrikanischen Land.
    Das Marburg-Virus stammt aus derselben Erregerfamilie wie das Ebola-Virus. Es kann neben schwerem Fieber auch Symptome wie Muskelschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall und blutiges Erbrechen auslösen – und tödlich verlaufen. Bei den bisherigen Ausbrüchen des Erregers starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bis zu 88 Prozent der Erkrankten.
    Das Virus wurde 1967 in Marburg entdeckt, nachdem sich Laborangestellte bei Versuchsaffen infiziert hatten. Dort steckten sich anschließend 29 Menschen an, von denen sieben starben. Es gibt bis heute weder einen Impfstoff noch wirksame Behandlungsoptionen.
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.