
Allerdings lasse sich die Zeit seit dem Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 nicht ungeschehen machen. Die Bundeswehr werde entsprechend Zeit brauchen, um die damals aufgegebenen Fähigkeiten wiederherzustellen, betonte Kaack. Ziel müsse sein, sich wieder zu einer Ausbildungs-Marine zu entwickeln, die eine große Anzahl junger Menschen dafür begeistere, sich länger zu verpflichten. Dies werde jedoch eine Weile dauern, da man erst wieder lernen müsse, wie so etwa funktioniere, räumte der Marineinspekteur ein.
Kaack: Russland späht systematisch in Deutschland militärische Transportouten aus
Kaack bestätigte zudem Medienberichte, nach denen Russland in Deutschland und anderen europäischen Staaten systematisch militärische Transportrouten ausspioniert, um Waffenlieferungen in die Ukraine zu überwachen. Das Ausspähen fände auf ganz unterschiedliche Art und Weise statt, mit Menschen und mit Drohnen. Es gebe Eindringungs- und Sabotageversuche, von denen Anlagen der Bundeswehr und auch das Personal betroffen seien.
Kaack sprach in diesem Zusammenhang von einem Weckruf: Es müsse künftig noch mehr getan werden, um Menschen und Materialien besser zu schützen. Man habe die Sicherheitsmaßnahmen bereits verbessert und sei dabei, Stützpunkte in der Luft, unter Wasser und über Wasser entsprechend zu sichern - auch mit eigenen Drohnenanlagen.
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Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.