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Marode Brücken in Deutschland
Zehntausend Risse und noch in Betrieb

Nach dem Brückeneinsturz in Genua mit zahlreichen Toten geraten auch Deutschlands Brücken in den Fokus. Denn auch ein Großteil der rund 40.000 Brücken auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen ist in einem schlechten Zustand. Jahrelang wurde nicht ausreichend in die Instandhaltung investiert.

Von Claudia Hennen | 03.11.2018
    Arbeiter reparieren am 26.08.2014 in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) auf der maroden Rheinbrücke der Autobahn A1 die Halterungen der Stahlseile.
    Marode Rheinbrücke: Die Autobahnbrücke bei Leverkusen wird repariert und ist für Lkw gesperrt (dpa / Oliver Berg)
    Tausende Risse im Beton, kaputte Geländer und Korrosion – der Zustand vieler Brücken ist eine Folge von zunehmendem Autoverkehr und immer schwereren Lastwagen. Wichtige Verkehrsknotenpunkte wie die Leverkusener Brücke mussten bereits für schwere Lkw gesperrt werden. Das wiederum bringt wirtschaftliche Einbußen, Dauerstau und Pendlerstress.
    Brücken-TÜV bei Bad Drieburg: Alle sechs Jahre wird der gesamte Beton abgeklopft, Risse und Schäden dokumentiert. "Wie ein Menschenleben muss auch eine Brücke gecheckt werde", sagt Brückenprüfer Thorsten Ziolek. Oktober 2018
    Brückenprüfer Thorsten Ziolek arbeitet beim Brücken-TÜV bei Bad Drieburg (Deutschlandradio / Claudia Hennen)
    Claudia Hennen hat sich für das "Wochenendjournal" den Zustand der Rheinbrücken angesehen und war mit Prüfingenieuren und Lkw-Fahrern unterwegs.