Migration
Marokkanisches Innenministerium äußert sich erstmals zu Ceuta

Marokko hat sich erstmals zum Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta geäußert.

    Eine große Gruppe schwimmt in Küstennähe im Meer und klettert einen Felsen zum Festland hoch.
    Migranten versuchen am 30. Juli 2026 von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta zu gelangen. (picture alliance / AP / Antonio Sempere )
    In einer Erklärung des Innenministeriums heißt es, Falschinformationen in den sozialen Medien und Menschenhändler seien für die Geschehnisse verantwortlich. Auch könnte das kürzlich erlassene Urteil des Obersten spanischen Gerichtshofs einige Migranten ermutigt haben. Nach marokkansicher Darstellung hatten rund 40.000 Menschen versucht, nach Ceuta zu gelangen. Dabei habe es elf Tote gegeben. Nach Angaben spanischer Behörden sollen zwischenzeitlich über 50.000 Migranten in der Exklave angekommen sein, mindestens 72 Migranten seien ums Leben gekommen.
    Der Ansturm auf Ceuta löste auch einen Konflikt innerhalb der Europäischen Union aus. Mit der Migrationspolitik befassen sich die EU-Innenminister deshalb auf einer Sondersitzung am Dienstag.
    Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.