
Das Außenministerium in Rabat teilte mit, die Verantwortlichen für den Tod des 42-jährigen Abderrahim Fakir müssten identifiziert werden. Angemessene rechtliche Maßnahmen seien voll umzusetzen. Italiens rechtsgerichtete Ministerpräsidentin Meloni forderte ebenfalls eine lückenlose Aufklärung. Ihr Stellvertreter Salvini verteidigte indes den Polizeieinsatz.
Fakir, der im Alter von fünf Jahren nach Italien gekommen war und gültige Papiere hatte, war in Bologna bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen. Videobildern zufolge saßen zwei Polizisten auf ihm und drückten ihn ungeachtet von Hilferufen minutenlang auf den Boden. Rettungssanitäter standen daneben und sahen zu. Der Mann blieb schließlich reglos mit dem Gesicht nach unten auf dem Asphalt liegen. Gegen zwei Polizisten und vier Sanitäter wurden Ermittlungen eingeleitet. Bei Protesten gegen Polizeigewalt war es zuletzt zu massiven Ausschreitungen gekommen. - Der Fall erinnert an den Tod George Floyds in den USA, der ebenfalls von Polizisten auf den Boden gedrückt und gestorben war.
Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
