Nach Ceuta
Marquardt (Grüne): Keine Belege für Anreize durch spanische Migrationspolitik

Nach dem Andrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Marokko hat der Grünen-Europaabgeordnete Marquardt Kritik an der spanischen Migrationspolitik zurückgewiesen. Marquardt sagte im Deutschlandfunk, es gebe keine Hinweise darauf, dass spanische Asylregelungen dazu geführt hätten, dass sich Menschen auf den Weg gemacht hätten.

    Erik Marquardt spricht in zwei Mikrofone.
    Erik Marquardt, Bündnis90/Die Grünen (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Vielmehr seien vor allem leicht manipulierbare Jugendliche durch Desinformationen motiviert worden. Die Forderung, Spanien vorübergehend aus dem Schengenraum auszuschließen, nannte der Grünen-Politiker populistisch , da sich die Migranten nicht im regulären Schengenraum befunden hätten.

    EVP-Chef Weber macht Spanien verantwortlich

    Die Ereignisse in Ceuta haben eine neue Debatte über Asylpolitik und Grenzschutz in Europa ausgelöst. Der Vorsitzende der EVP-Fraktion im Europaparlament, Weber, sagte, die spanische Regierung um Ministerpräsident Sánchez habe mit ihrer Migrationspolitik einen Pull-Faktor für einen Grenzübertritt in die EU geschaffen. Auch mehrere EU-Länder machten Spanien für das Geschehen in Ceuta mitverantwortlich.
    Die Innenminister der Mitgliedsstaaten kommen heute zu Beratungen in einer Videokonferenz zusammen.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Nach Krise in Ceuta - Konservative in der EU fordern mehr Kompetenzen für Frontex
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.