Channel 4
"Married At First Sight": Sender nimmt britische Dating-Show nach Missbrauchsvorwürfen aus dem Programm

Mehrere Frauen haben nach ihrer Teilnahme an einer britischen Dating-Show Missbrauchsvorwürfe erhoben. Der britische Sender Channel 4 hat die Sendung "Married At First Sight" vorerst aus dem Programm genommen.

    Das Gebäude des britischen TV-Senders "Channel 4" hat eine gewölbte Front aus Glas. Davor steht das große Logo mit der Ziffer Vier aus Leuchtstoffröhren.
    Das Gebäude des britischen TV-Senders "Channel 4" (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Frank Augstein)
    Es geht um Vorwürfe sexueller Gewalt. Laut einem Bericht der BBC haben zwei Frauen angegeben, während der Dreharbeiten der Sendung vergewaltigt worden zu sein, eine dritte Frau schilderte sexuelles Fehlverhalten.
    In einer Stellungnahme des Senders Channel 4 hieß es, nach dessen Verständnis bestritten die Beschuldigten die Vorwürfe. Der Sender habe jedoch schnelle und angemessene Betreuungs- und Schutzmaßnahmen ergriffen, sobald es erste Bedenken zum Befinden der Teilnehmenden gegeben habe. Die Londoner Polizei hat einen Aufruf gestartet, auf den sich mögliche weitere Opfer melden können.
    In der Sendung "Married At First Sight" lernen sich zwei Personen erst am Tag ihrer Hochzeit kennen und werden ab da etwa bei den Flitterwochen medial begleitet.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.