Archiv


Mars und die Plejaden

Zwei besonders schöne Objekte der Nacht kommen sich zur Zeit nahe: Mars und die Plejaden. Nach Einbruch der Dunkelheit stehen sie hoch am Südwesthimmel. Im Laufe der Nacht wandern sie in Richtung Westhorizont. Mars erkennen sie an seiner rötlichen Färbung. Der Sternhaufen der Plejaden steht links oberhalb von ihm.

Von Damond Benningfield |
    In alten Himmelsmythen spielten Mars und die Plejaden wichtige Rollen. Auf Grund seiner blutigen Farbe brachte man den Planeten mit Krieg in Verbindung. Die alten Griechen nannten ihn Ares. Die römische Version des Kriegsgottes war Mars, dessen Heldentaten immer brutaler wurden. Er war nicht nur eine heroische Figur, sondern auch eine, die den Gegner zerstörte.

    Die schönen Plejaden haben dagegen eine weibliche Geschichte. In der griechischen Mythologie waren sie die Töchter des Atlas, Sohn des Titanen Iapetus. Eine Geschichte erzählt, dass die Schwestern von Orion verfolgt wurden. Die Götter hatten Erbarmen mit ihnen und setzten sie an den Himmel, wo Orion seinen Abstand halten muss.

    Mars und die Plejaden werden sich noch eine Weile nahe beieinander zeigen. In den kommenden Nächten wird der Rote Planet an dem Siebengestirn vorbei ziehen - im Abstand von nur einer Fingerbreite bei ausgestrecktem Arm. Der Anblick wird sich noch verbessern, weil der jetzt abnehmende Mond immer später aufgeht. Ihnen bleibt dann mehr Zeit, die schönen Figuren alter Himmelsmythen zu bewundern.