Sonntag, 22. Mai 2022

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Martin Kaymer
Ende eines langen Formtiefs

Zurück in der Weltspitze. Martin Kaymer meldet sich mit einem dritten Platz beim Memorial Tournament von einer Leistungskrise zurück. Seine Erklärung: Ablenkungen ausschalten und höchste Konzentration aufs Wesentliche, aufs Golfspiel.

Von Jürgen Kalwa | 03.06.2019

Martin Kaymer auf dem Muirfield Village Golf Club in Dublin, Ohio
Martin Kaymer auf dem Muirfield Village Golf Club in Dublin, Ohio (Adam Lacy/Sportswire/imago)
Auch wenn es am Ende nicht ganz zum Sieg reichte – eines ist klar: Nach fünf Jahren, in denen er ständig mit seinem Spiel haderte, gehört Martin Kaymer wieder zu den besten Golfprofis in der Welt. Der Mann aus Mettmann belegte am Sonntag beim Memorial Tournament in Dublin im amerikanischen Bundesstaat Ohio den dritten Platz. Er hatte sogar Chancen auf den Sieg. Denn er war am Sonntag als Spitzenreiter auf die entscheidende Runde gegangen.
Der ehemalige Weltranglistenerste war zwischendurch auf den 191. Platz abgerutscht. Der Formanstieg verblüffte viele. Nicht zuletzt die Golfexperten. Denen erklärte der 34-Jährige in der letzten Woche, was ihn wieder zu einem Aspiranten auf Top-Platzierungen macht: eine andere mentale Einstellung.
Martin Kaymer auf dem Muirfield Village Golf Club in Dublin
Wieder in Form: Martin Kaymer in Dublin, Ohio (Austyn Mcfadden/imago images / ZUMA Press)
"Abstand von den sozialen Netzwerken gewinnen, nicht mehr Fernsehen schauen. Das sorgt automatisch dafür, dass dir alles viel bewusster wird. Und das führt zu einer inneren Ruhe. Auf jeden Fall bei mir", sagt Kaymer.
Das Timing ist vielversprechend. Denn die nächste Station sind die US Open in Pebble Beach in einer Woche. Das Turnier hatte er 2014 auf dem bisherigen Höhepunkt seiner Karriere gewonnen.