
Seit Anfang Juni 2025 seien mehr als 170 Strafanzeigen gegen den CDU-Politiker eingegangen, insbesondere wegen Vorteilsnahme und Untreue. Aufgrund von Spahns Immunität seien diese zunächst als Prüfvorgänge erfasst worden.
Für die Prüfung wurde unter anderem der Bericht von Sonderermittlerin Sudhoff herangezogen. Darin wird Spahn etwa vorgeworfen, bei den Milliardenaufträgen überteuerte Einkäufe befördert, ihm nahestehende Menschen bevorzugt und Bedarfsprüfungen außer Acht gelassen zu haben. Auch Berichte des Bundesrechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags seien ausgewertet worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Spahn selbst hatte jegliches Fehlverhalten bestritten.
Insgesamt kaufte der Bund rund 5,7 Milliarden Corona-Schutzmasken für knapp 6 Milliarden Euro. Insgesamt wurden aber nur zwei Milliarden davon an die Bevölkerung verteilt; die übrigen Masken wurden vernichtet.
Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
