Neues geistliches Oberhaupt
Massenkundgebungen für neuen iranischen Führer Chamenei

Im Iran haben sich zahlreiche Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei beteiligt.

    Ein Mann mit schwarzem Turban läuft neben anderen Männern. Er trägt eine Brille und einen grauen Bart.
    Modschtaba Chamenei ist der Sohn von Ayatollah Ali Chamenei. (picture alliance / NurPhoto / Morteza Nikoubazl)
    Staatliche Medien in Teheran sprechen von Hunderttausenden, die trotz der Gefahr neuer Raketenangriffe dem obersten Führer ihre Treue bekundet hätten. Der 56 Jahre alte Modschtaba Chamenei war in der Nacht auf Montag und damit neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt ernannt worden.
    Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz aus dem Jemen begrüßte die Wahl des neuen Obersten Führers im Iran. Man werde den Iran gegen Aggression und Tyrannei unterstützen, hieß es in der Stellungnahme weiter. Ob damit ein Kriegseintritt der Miliz gemeint ist, wurde jedoch nicht deutlich.
    In Israel wurde der Nachfolger des getöteten Ayatollahs dagegen als "Tyrann" bezeichnet. Modschtaba Chameneis Hände seien mit dem Blutvergießen befleckt, das die Herrschaft seines Vaters geprägt habe, heißt es in einer Stellungnahme des israelischen Außenministeriums. US-Präsident Trump erklärte, er habe dem neuen geistlichen Oberhaupt nichts zu sagen. Ihm schwebe ein Anderer vor, der den Iran führen könne. Einen Namen nannte Trump nicht.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.