Demonstrationen
Massenproteste im Iran: Internationale Kritik am Regime in Teheran wächst

Das gewaltsame Vorgehen gegen die Massenproteste im Iran sorgt international zunehmend für Kritik.

    Menschen im Iran protestieren auf der Straße
    Menschen im Iran protestieren auf der Straße (picture alliance / SIPA | MAHSA/MEI)
    Deutschland und weitere europäische Staaten bestellten den iranischen Botschafter ein. Das Auswärtige Amt in Berlin forderte Teheran dazu auf, die Gewalt gegen die Bevölkerung zu beenden. Bundeskanzler Merz sagte am Rande seiner Indien-Reise, ein Regime, dass sich nur noch mit Gewalt an der Macht halten könne, sei faktisch am Ende. Die EU bestellte den iranischen Botschafter in Brüssel ein. Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte neue Sanktionen an.
    US-Präsident Trump rief die iranische Bevölkerung zu weiteren Protesten auf. In einer Online-Botschaft schrieb er, Hilfe sei auf dem Weg, ohne diese jedoch konkret zu benennen. Zuvor hatte er Teheran auch mit einem militärischen Eingreifen gedroht.
    Die iranische Justiz erhob unterdessen erste Anklagen gegen Teilnehmer der Demonstrationen. Einigen droht Agenturberichten zufolge die Todesstrafe.
    Bei den landesweiten Protesten sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen bisher mehr als 700 Menschen getötet worden.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.