
Die ICE-Beamten hätten mit dem Eindringen in das Haus des 37-Jährigen und der Festnahme dessen verfassungsmäßige Rechte verletzt, begründete er seine Entscheidung. Schwer bewaffnete Mitarbeiter hatten mit einem Rammbock die Tür des liberianischen Staatsbürgers aufgebrochen und ihn abgeführt, obwohl kein Haftbefehl vorlag. Die Ehefrau und das neunjährige Kind des Paares hielten sich ebenfalls im Haus auf. Der Anwalt des Mannes bezeichnete das Vorgehen der ICE als eklatanten Bruch der Verfassung.
Der Liberianer, der als Kind vor dem Bürgerkrieg geflohen war, sollte aus den USA ausgewiesen werden, offenbar aufgrund einer Verurteilung wegen eines Drogendelikts 2008, die später von Gerichten aufgehoben wurde. Er hielt sich weiterhin legal in den USA auf und musste sich regelmäßig bei den Einwanderungsbehörden melden, was er wenige Tage vor dem Einsatz gegen ihn zuletzt getan hatte.
Präsident US-Präsident Trump drohte unterdessen damit, das Militär in Minneapolis einzusetzen. Entsprechend äußerte sich der Republikaner in einem Online-Posting. Er warf den Politikern im Bundesstaat Minnesota vor, Angriffe auf die Einwanderungsbehörde ICE nicht zu verhindern.
Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
